Handball

HSV setzt auf neuen Trainer

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Markus Bluhm (links) stellte Ivo Milos den künftigen Trainer der HSV-Landesligamannschaft vor.

Plettenberg – Die HSV Plettenberg/Werdohl plant über das Saisonende hinaus nicht mehr mit Kai Henning als Trainer der Landesligamannschaft. Zur Spielzeit 2020/21 wird der aktuelle Coach der dritten Mannschaft, Ivo Milos, diese Aufgabe übernehmen. Der 39-jährige Kroate wurde vom 1. Sportlichen Leiter Markus Bluhm vorgestellt.

Das sagt der Vorstand

 „Wir sind zufrieden mit der Arbeit von Kai Henning und werden die Saison vernünftig mit ihm zu Ende spielen“, sagt der 2. Vorsitzende Jens Burzlaff. „Aber wir möchten mit Ivo Milos für frischen Wind sorgen und den Weg mit ihm gehen. Er soll die Verzahnung mit der künftigen A-Jugend, also der aktuellen B-Jugend, herstellen. Das ist ein längerfristiges Projekt“, so Burzlaff weiter. „Wir kennen Ivo schon, seitdem wir eine Kooperation mit der SG Attendorn/Ennest im A-Jugendbereich hatten. Er ist ein Handball-Verrückter und hat schon damals einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, auch auf die Spieler wie Fabi Gerth und Leon Kreikebaum“, ergänzt Markus Bluhm. „Nachdem er die dritte Mannschaft übernommen hatte, hat Ivo bereits signalisiert, dass er mehr machen möchte, hat teilweise auch das Training der B-Junioren geleitet. Er ist gut vernetzt und hat in seiner Attendorner Zeit zusätzlich zahlreiche Spiele besucht. Er steht für eine gute Analyse und möchte dort, wo er gearbeitet hat, etwas Positives hinterlassen haben“, beschreibt Bluhm den Kroaten.

Wer ist Ivo Milos?

Ivo Milos und seine Frau Ivana leben seit vier Jahren im Sauerland. Er stammt aus Kroatien und hat bei RK Kamicak in der Stadt Sinj (24000 Einwohner), die rund 30 Kilometer von der Küstenstadt Split landeinwärts in Dalmatien liegt, in der 2. Kroatischen Liga gespielt. „Mit 24 Jahren habe ich als Trainer im Jugendbereich angefangen. Nach meinem Karriereende mit 32 habe ich zweienhalb Jahre die erste Mannschaft trainiert“, erzählt Milos, der die B-Lizenz besitzt. Bei der SG Attendorn/Ennest war er A-Jugendcoach, übernahm 2017 die erste Mannschaft in der Kreisliga und schaffte mit ihr nicht nur den Wiederaufstieg in die Bezirksliga, sondern beinahe den Durchmarsch in die Landesliga. Dieser wurde erst in der Relegation gegen den Wittener TV (31:27 und 25:30) knapp verpasst.

„Wir waren erfolgreich, hatten viel Spaß und eine mega gute Truppe“, erinnert sich Milos. „Hätten wir nicht in der Saison zwei Punkte am grünen Tisch verloren, wären wir aufgestiegen.“ Im Sommer trennten sich die SG und Milos. „Mein Plan war, eine Saison Pause und alles ein bisschen ruhiger zu machen“, begründete Milos seinen Abschied aus der Hansestädter Rundturnhalle. Dann kam das Angebot der HSV, die dritte Mannschaft nach ihrem Aufstieg in die Kreisliga B zu übernehmen und die junge Mannschaft weiterzuentwickeln. Das ist bislang mit 8:6 Punkten und Rang vier gelungen. „Von der Zeit her passte mir das gut. Die dritte Mannschaft trainiert weniger und hat weniger Spiele“, sagt Milos, der dann aber doch Appetit auf mehr bekam. Die Initiative in Richtung Landesligacoach ging indes vom Vorstand aus.

Was ist der Plan?

 „Ich bin sehr geduldig und arbeite gerne mit jungen Spielern. Ich bin stolz, dass ich jetzt diese Chance bei der HSV bekomme. Hier wird eine mega gute Jugendarbeit betrieben, die in den Seniorenbereich weitergeführt werden soll. Dieses Projekt, weiter in die Jugend zu investieren, ist der richtige Weg für den Verein“, ist Milos überzeugt und plant eine Verjüngung des Kaders. „Wir haben viele erfahrene Spieler, bei denen die Verletzungen schneller kommen und die Heilung länger dauert. Ich möchte eine Mischung von jungen und erfahrenen Spielern haben. Das macht es einfacher für die Jungen, die ich auch persönlich entwickeln möchte.“ Angelegt ist das Projekt der HSV mit Trainer Milos zunächst für ein Jahr.

Das sagt Kai Henning

Für Kai Henning endet im Sommer sein zweites Engagement bei der HSV Plettenberg/Werdohl. Zur Rückrunde 2018/19 war er ins Lennetal zurückgekehrt, hatte einmal den Klassenerhalt in der Verbandsliga geschafft und den Schritt, in diesem Jahr freiwillig in die Landesliga abzusteigen, mitgetragen. Henning: „Ich bin mit der Option, weiterzumachen, in das Gespräch mit dem Vorstand gegangen, aber nicht mehr in die Position gekommen, mein Konzept vorzustellen. Ich hätte gerne weitergemacht, aber die Entscheidung war schon gefallen. Diese werde ich sportlich akzeptieren und die Saison ordentlich zu Ende bringen. Ich gehe nicht im Groll.“

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