Mewes als Sieggarant der HSG im Derby

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Riesenjubel und einfach nur Erleichterung pur: HSG-Spielerin Nina Lausen und Trainer Christian Köster nach dem hauchdünnen Derbysieg.

Kierspe -   Derbys und ihre Eigenarten – auch im Duell zwischen den Landesligahandballerinnen der SG Kierspe-Meinerzhagen und der HSG Lüdenscheid bewahrheitete sich die Unberechenbarkeit der Aufeinandertreffen mit viel Lokalkolorit: Der haushohe Favorit und Gast aus der Kreisstadt setzte sich nur hauchdünn und letztlich glücklich mit 23:22 (13:13) in der Sporthalle Felderhof durch.

Glücklich und dank Torfrau Saskia Mewes: Die avancierte in den gut vier torlosen Schlussminuten zur Sieggarantin für die Lüdenscheiderinnen, als sie zweimal prächtig gegen die SG-Abschlüsse von außen durch die Ex-HSGerin Michelle Thubauville und gegen Melina Ley parierte und dem Spitzenteam von Trainer Christian Köster den doppelten Punktgewinn sicherte. Der HSG-Coach war enttäuscht ob der Vorstellung seiner Schützlinge, attestierte ihnen, „weit unter Normalform geblieben zu sein.“

Ganz anders Gegenüber Ralf Kaschube beim Kellerkind, der bis auf den unglücklichen Ausgang mit dem Auftritt seines Teams sehr zufrieden sein Konto. Die SG-Frauen hatten von Beginn an in den „Derby-Modus“ geschaltet, kämpften verbissen um jeden Ball, obwohl die HSG den besseren Start erwischte und beim 6:4 (10.) zwei Treffer vorgelegt hatte. Die Gastgeberinnen aber ließen sich nicht abschütteln, hatten beim 7:7 wieder ausgeglichen, bevor Johanna Voit ihre Farben sogar in Führung warf (8:7, 16.).

Bis zum Seitenwechsel (13:13) blieben beide Teams auf Augenhöhe, ehe Lüdenscheid nach Wiederbeginn erneut den besseren Start erwischte. Als Michelle Pleuger einen Siebenmeter zum 19:15 verwandelte, schien der Favorit endgültig seiner Rolle gerecht zu werden. Zwar zehrte die Köster-Sieben von dem Vorsprung auch bis zum Abpfiff, doch die SG arbeitete sich Tor um Tor wieder heran, ehe sie auf der Zielgeraden gegen die toll reagierende Mewes dann die ganz große Überraschung verpasste.

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