Handball, 3. Liga Nord-West

Drachen-Rumpfteam gewinnt Derby

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Der ungewohnte SGSH-Innenblock mit Florian Diehl und Alexandre Brüning löste die Aufgabe in Menden sehr gut.

Menden – Die SGSH Dragons gehen mindestens als Tabellendritter in die Weihnachtspause, im Falle einer Spenger Niederlage am Samstagabend in Neuss sogar als Tabellenzweiter. Die Aufgabe beim Schlusslicht SG Menden Sauerland Wölfe lösten sie mit einem veritablen Rumpfteam, siegten in der Kreissporthalle 24:21 (15:11).

Neben Bleckmann, Spannekrebs und Geitmann (alle verletzt) fehlten in Menden auch noch kurzfristig Abwehrchef Kai Bekston, der sich am Freitagmorgen krankgemeldet hatte, und mit Steffen Prior (Daumen ausgekugelt) ein weiterer potenzieller Innenblockspieler. So kam es einer Premiere: Mit Diehl und Brüning kreierte Mark Dragunski aus der Not heraus einen komplett neuen Innenblock für die 6:0-Abwehr. Die beiden sollten ihre Sache sehr gut machen.

Bei den Gastgebern fehlte mit Thier, Flor und Zimny ein Linkshänder-Trio. So war es ein MK-Derby unter keinem guten Stern. Die Gäste allerdings kamen mit den gegebenen Umständen besser klar - vielleicht auch deshalb, weil diese Rumpfbesetzung jeglichen Anflug von Laissez-faire aus den Köpfen vertrieben hatte. Die Dragons deckten ungemein aufmerksam und kamen über Schetters und das Tempospiel glänzend in die Partie. 2:8 (11.) - wäre es ein Boxkampf gewesen, man hätte von echten Wirkungstreffern sprechen können.

Doch die Mendener, die kämpften, denen aber vor allem aus dem Rückraum vor allem Abschlussqualität fehlte, ließen zumindest nicht komplett abreißen, was auch daran lag, dass die SGSH nach dem 5:13 (21.) nicht mehr die nötige Konsequenz im Abschluss zeigte. Zur Pause stand es nurmehr 11:15. Das war gefühlt zu wenig. Dass der Treffer zum 11:15 mit der Pausensirene keiner war (Unterkante Latte) – sei’s drum…

Die Wölfe jedenfalls hofften wieder. Doch so sehr sie vor den 800 Zuschauern auch fighteten und tatsächlich noch einmal bis auf 17:19 herankamen (47., Loos) – für Zählbares kamen sie unterm Strich nicht mehr in Frage, weil weder Eigenbrodt noch Christian und Dominik Klein, Giacuzzo oder Krechel aus der Ferne Wege vorbei am guten Borchert fanden. Der Torwart-Youngster des Gastes hielt nicht nur gegen den Rückraum stark, er entschärfte auch alle vier Siebenmeter der darob sichtlich genervten Hausherren.

Neben Borchert waren es die Ex-Nordkreisler, die dem SGSH-Spiel ihren Stempel aufdrückten: Nach Tobias Schetters in Halbzeit eins waren es nach der Pause mit Fabian Hecker und dem ungeheuer selbstbewusst auftretenden Moritz Frenzel zwei weitere Ex-Hemeraner, die sich gegen ihre Ex-Teamkollegen (Klein, Klein, Rosenbaum) besonders ins Zeug legten. Es war eine der Geschichten des Abends, dass gerade sie den Unterschied machten.

Nach dem 17:19 jedenfalls zog die SGSH druckvoll wieder bis auf 17:23 davon (50.). Danach brachte Mark Dragunski die A-Junioren Finn Schnepper und Christopher Börner sowie Verbandsliga-Kreisläufer Justin Wiggershaus. Die Wölfe nutzten das bis zum 21:24 für Ergebniskosmetik, doch die Derbyfeier war trotzdem Dragons-Sache. Die Dragons haben sich nun mit vier Siegen in Serie in die Weihnachtstage verabschiedet.

Beste Torschützen beim Sieger waren Frenzel (7/2) und Hüller (4), bei den Wölfen Rosenbaum (5) und Loos (4).

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