Handball, 3. Liga

Gerechtes 27:27-Remis für SGSH im Mendener Hexenkessel

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Starke Partie in der Mendener Kreissporthalle: Lukas Hüller, der sich hier gegen Matthias Zimny (rechts) und Joshua Krechel durchsetzt.

Menden - Die SGSH Dragons bleiben in der 3. Liga West auch nach dem MK-Derby bei der SG Menden Sauerland Wölfe ungeschlagen. Zum Sieg allerdings reichte es in der ausverkauften Mendener Kreissporthalle nicht: 27:27 (12:12) endete das Spiel.

Das war gerecht, am Ende war der Underdog dem Sieg sogar näher als der Tabellendritte. Stefan Neff begann vor imposanter Kulisse mit der Startformation des jüngsten Rekordsieges gegen Lemgo, also ohne Klasmann, Hüller und auch Luciano. Doch die Gäste fanden vorne zunächst keine guten Lösungen oder scheiterten am direkt starken Weber im Wölfe-Tor.

Menden spielte mit dem Herzen des Außenseiters, der das Große schaffen will, aber spielte auch schlau, deckte Abwehrprobleme im Kreisläuferspiel der Dragons gegen den sehr präsenten Weißbach auf. Nach zwölf Minuten stand es 6:3. Neff reagierte, brachte Luciano.

Die Gäste überstanden eine Überzahl ohne Gegentor, brachten Hecker nun in die Wurfpositionen, in denen er erfolgreich war. Dazu kam, dass die Mendener in der Folge mächtig Probleme mit dem Tempo von Lukas Hüller bekamen. Doch so sehr dies alles für den Favoriten sprach, so wenig ließ sich der Underdog abschütteln und auch nicht von der frühen zweiten Zeitstrafen gegen den mitunter zu robusten Weißbach entmutigen. Bis zum 12:11 lagen sie vorne, erst Jorajuria glich Sekunden vor der Pause aus.

Das Handball-Kreisderby der 3. Liga West zwischen der SG Menden Sauerland Wölfe und SGSH Dragons

Nach dem Wechsel kamen beim Gast Klasmann und Schetters, der eine starke Partie machte. Doch die spielbestimmenden Offensivakteure blieben auch nach dem Wechsel Hüller und Hecker. Die Mendener deckten nun im Innenblock mit Youngster Giacuzzo, doch auch der fing sich im Bemühen, Hüllers Kreise einzuengen, zwei Zeitstrafen ein. Bis zum 14:16 (38.) sah es gleichwohl gut aus für die Dragons. Doch dann kehrten bei den Mendenern die Emotionen zurück und ließen das Team erneut über sich hinauswachsen.

Ob Loos beim Gegenstoß, Vornholt auf links oder Weber im Tor. Die Wölfe waren als Team größer als die Summe ihrer Einzelspieler. Beim 18:17 lagen die Hausherren vorne. Bis zum 23:23 gab niemand auch nur einen Deut nach. Ausgerechnet der Ex-SGSH-Akteur Dominik Spannekrebs machte dem Gast aber nun mächtig Probleme. 25:23 (54.), 26:24 (56.) - die Sensation lag in der Luft, zumal sich Luciano eine Zeitstrafe abgeholt hatte.

Was folgte, war aus Mendener Sicht fahrlässig. Weißbach lief als siebter Abwehrakteur aufs Feld. Wechselfehler, Rote Karte (56:27). Die Dragons drehten die Partie mit aller Kampfkraft durch Hüller, Schetters und Bleckmann (59.). Zum Sieg aber sollte es nicht reichen. Schösse verwandelte auch seinen sechsten Siebenmeter an diesem Abend zum 27:27 (gegen Oldie Sackmann im Tor).

Stefan Neff nahm eine Auszeit, 29 Sekunden blieben, doch 16 Sekunden vor dem Ende spielte Bleckmann einen Pass ins Nirwana. Die Wölfe zogen „grün“, und sie spielten Vornholt zum Kempa auf Linksaußen frei. Der traf, doch die Schiris pfiffen kein Tor, sondern Betreten des Kreises – die Fans tobten, aber die Punkte wurden geteilt.

Wölfe:  Christopher Weber, Nils Krause (n.e.) - Florian Schösse (8/6), Mathis Vornholt (6), Sebastian Loos (5), Joshua Krechel (2), Dominik Spannekrebs (2), Matthias Zimny (2), Milan Weißbach (1), Rafael Dudczak (1), Moritz Eigenbrodt, Luca Giacuzzo, Lauritz Wefing (n.e.), Nils Flor (n.e.)

Dragons: Ante Vukas, Luca Jannack (ein Siebenmeter), Dirk Sackmann (ein Siebenmeter) - Fabian Hecker (7), Lukas Hüller (6), Tobias Schetters (4), David Bleckmann (3), Dominic Luciano (2), Natko Merhar (2), Inigo Jorajuria (1), Florian Diehl (1), Christopher Klasmann (1/1), Luca Sackmann, Todor Ruskov, Steffen Prior

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