Triathlon

„Ich allein habe es vermasselt“

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Da waren sie noch gut drauf: (von links) Oliver Kleinschmidt, René Dörmbach, Stefan Stubner und Guido Schonnop.

Lüdenscheid – Der 9. Juni 2019 wird Niko Kalogeropoulos wohl für immer in Erinnerung bleiben – und zwar in höchst unangenehmer. Denn ein Meldefehler des Sportlichen Leiters kostete die Oberliga-Mannschaft des RC Lüdenscheid am Sonntag beim zweiten Ligawettkampf in Bonn einen exzellenten vierten Platz.

„Ich allein habe es vermasselt“, war Kalogeropoulos ob seines Patzers auch gestern noch untröstlich: „Für die Mannschaft und insbesondere Guido Schonnop tut es mir einfach unendlich leid. Ich habe bestimmt schon 500 Meldungen abgeben, aber so etwas ist mir noch nie passiert.“ Doch was war passiert? Am Mittwoch, also vier Tage vor dem Wettkampf, hatte der Sportliche Leiter die Meldungen für das RCL-Quartett mit René Dörmbach, Stefan Stubner, Oliver Kleinschmidt und eben Guido Schonnop abgegeben. Und die Bergstäder legten denn auch individuelle und mannschaftlich über die Distanzen 3,8 km Schwimmen, 60 km Radfahren und einem anschließenden 15 km-Lauf einen ganz starken Wettkampf hin, nach ersten Hochrechnungen hätte im Feld der 18 Mannschaften Rang vier herausspringen müssen. Aber dann der Schock: Schonnop, der nach 3:19:50 Stunden als 30. der Einzelwertung das Ziel erreicht hatte, wurde disqualifiziert.

Falsche Chipnummer, Dörmbach überragt

„Seine Chipnummer beim Wettkampf stimmte nicht mit der in der Meldeliste überein. So etwas lässt sich nachträglich korrigieren, liegt letztlich im Ermessen des jeweiligen Einsatzleiters. Und der kannte in Bonn kein Pardon, hat Guido disqualifiziert, was auch in der Regionalliga einem Starter aus dem gleichen Grund passiert ist. Man kann darüber sicherlich diskutieren, ob das im Sinne des Sports fair ist, zumal der Sportler nichts, aber auch gar nichts dafür kann. Aber das Reglement sieht vor, dass man einen Aktiven wegen eines Meldefehlers disqualifizieren kann, von daher muss ich das auf meine Kappe nehmen“, so Kalogeropoulos, der sich zwar nicht mit Vorwürfen der Bergstadt-Dreikämpfer konfrontiert sah, aber nach Bekanntgabe der Entscheidung in enttäuschte und frustrierte Gesichter schauen musste, „was für mich schon Strafe genug war.“

Denn neben Schonnop hatten auch die drei weiteren RCLer in Rahmen ihrer Möglichkeiten Exzellentes abgeliefert. So trumpfte der zweimalige Ironman Hawaii-Teilnehmer René Dörmbach nach rund 18-monatiger Triathlon-Wettkampfpause auf, als wäre er nie weggewesen. Seit Anfang des Jahres wieder verstärkt im Training, hatte der Frielingsdorfer auch hinten raus noch richtig Dampf, absolvierte den 15 km-Lauf in herausragenden 56:50 Minuten. Verdienter Lohn: Mit einer Gesamtzeit von 3:04:36 Stunden wurde Dörmbach Zweiter in der Einzelwertung. Nahezu zeitgleich mit ihm aus dem Wasser stieg Stefan Stubner. Auch in der Folge lief es für den Neuzugang bei seiner Premiere in der Ligamannschaft richtig gut, sodass er mit Platz 23 die Erwartungen von Kalogeropoulos ebenfalls übertraf. Eine solide Vorstellung als 36. legte auch Olli Kleinschmidt hin, der auf dem schwierigen Radsplit im Siebengebirge zwar Federn lassen musste, dann aber mit der 18. Laufzeit noch Steherqualitäten bewies. So hätte die Platzziffer 91 für Platz vier gereicht, doch da der disqualifizierte Schonnop ans Ende gesetzt wurde (Platzziffer 72), ging es für den RCL zurück auf Rang zehn, der bereits zum Ligastart in Gütersloh herausgesprungen war – bitter.

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