Fußball-Oberliga

RSV erst in Bedrängnis, dann strahlender Sieger

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Er trifft wieder: RSV-Torjäger Ron Berlinski bedankt sich bei Marcel Kandziora für dessen Vorarbeit zum 1:0.

Meinerzhagen – Am dritten Oberliga-Spieltag hat Aufsteiger RSV Meinerzhagen seinen ersten „Dreier“ eingefahren – und das mit einem Kantersieg: Mit 5:0 (2:0) schickte er Regionalliga-Absteiger SC Wiedenbrück auf die Bretter.

So glatt, wie es das Ergebnis glauben macht, war der Erfolg der Demir/Ermes-Elf allerdings mitnichten. Die ersten 25, 30 Minuten der Partie gehörten vielmehr einzig und allein den Ostwestfalen, die den RSV früh anliefen, so dessen Aufbauspiel lahmlegten und sich Torchancen genug erspielten, um frühzeitig Siegkurs einzuschlagen.

Doch weil Beckhoff den Pfosten traf (4.), Ercan nur das Außennetz anvisierte (8.) und Tia am Meinerzhagener Torhüter Focher scheiterte (19.), spiegelte sich Wiedenbrücks Überlegenheit nicht im Resultat wider. Mit viel Glück, großem Einsatz und späterer Umstellung auf eine Dreierkette hielten die Gastgeber das torlose Remis.

Damit aber nicht genug: Sukzessive arbeitete sich der RSV ins Spiel. Dass dessen erste Torgelegenheit – Berlinski scheiterte mit einem Flachschuss an SCW-Keeper Rubzov (32.) – auf einen für sein Spiel eher untypischen langen Ball zurückging, passte zunächst ins Bild. Mit fortlaufender Dauer freilich befreiten sich die Meinerzhagener immer mehr.

Sinnbild dafür: Ron Berlinski. Der in den vergangenen Wochen nicht vom Abschlussglück verfolgte Torjäger kam zwar auch in der 33. Minute nicht am gut reagierenden Rubzov vorbei, aber elf Minuten später platzte dann der Knoten: Kandzioras Linksflanke beförderte er in der ihm eigenen Art volley ins Tor – 1:0.

Während der eine oder andere Beobachter noch darüber grübeln mochte, ob diese Führung denn wohl verdient war, lag der Ball erneut im Netz: In der Nachspielzeit köpfte Sven Wurm Zejnullahus Freistoß ins lange Eck (45.+1).

Von diesem doppelten Schock erholte sich der SC Wiedenbrück nicht mehr. Nur ein Mal, als Omar nach Demmings Pass in die Mitte den Ball nicht richtig traf und Focher zur Stelle war (62.), kamen die Gäste nach der Pause noch in die Nähe eines Torerfolgs.

Der RSV wiederum spielte mit wiedergefundenem Selbstvertrauen schnell nach vorne und musste sich auch nicht darüber ärgern, dass Schiedsrichter Magné (Bruchhausen) ihm nach Gellers Schubser gegen Berlinski einen Strafstoß verweigerte (54.). Denn 17 Minuten vor dem Schlusspfiff machte Tim Treude den Deckel drauf: 30 Sekunden zuvor eingewechselt, erzielte er nach schöner Kombination über drei Stationen mit seinem ersten Ballkontakt das 3:0.

Dass noch zwei weitere Treffer folgten, war Ausdruck davon, dass die Meinerzhagener nun so richtig Spaß hatten und sich die Wiedenbrücker in ihr Schicksal fügten. Beim vierten Tor stand Rubzov Pate, weil ihm Fisnik Zejnullahus angeschnittene Bogenlampe auf die Fingerkuppen und von dort in die Maschen sprang. Das 5:0 schließlich war vor allem Ewald Platts „Bude“, weil Berlinski nach dessen Vorarbeit nur noch vollenden musste.

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