Fußball-Kreispokal

Klar verteilte Rollen

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Auf die Dienste von Kapitän und Flügelflitzer Julian Jakobs (links) muss der RSV am Felderhof verzichten.

Kierspe - Es ist das ewig junge Derby an der oberen Volme, wenn der Kiersper SC und Nachbar RSV Meinerzhagen aufein-andertreffen. Am Samstag ist es wieder soweit, im Viertelfinale des Krombacher-Kreispokalwettbewerbs stehen sich beide Team zu ungewohnter Zeit ab 13.30 Uhr auf dem Naturrasen am Felderhof gegenüber.

Auf dem Naturrasen deshalb, weil die „Plastikwiese“ durch zahlreiche Nachwuchsspiele blockiert ist, und so früh, da das Stadion über keine Flutlichtanlage verfügt. Pflichtspielduelle beider Kontrahenten liegen schon ein Weilchen zurück. In der Meisterschaft siegte der RSV am letzten Spieltag seiner Bezirksliga-Meistersaison am 24. Mai 2017 3:1, im Pokal hingegen setzte sich der KSC im Viertelfinale am 2. November 2016 4:1 durch.

Nunmehr aber trennen die Rivalen zwei Spielklassen, sodass der KSC als Bezirksligist gegenüber dem Westfalenligisten naturgemäß in der Außenseiterrolle ist. Zumal die Hausherren in den letzten Wochen alles andere einen Lauf hatten, nach nur einem Zähler aus den vergangenen vier Spielen die Hinrunde als enttäuschender Zwölfter mit nur zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz abgeschlossen haben.

Dazu kommt die weiter angespannte Personallage. „Mir sind einfach die Hände gebunden. Wenn es optimal läuft, habe ich neben zwei Torhütern 13 Feldspieler, die zum Teil aber auch angeschlagen sind, Und mit Romario Lumani, der seit Wochen verschollen ist, rechne ich ohnehin nicht mehr. Ich weiß zwar um die Bedeutung dieses Derbys, aber wichtiger ist für uns eine Woche später das Meisterschaftsspiel gegen Schlusslicht SG Hickengrund“, rechnet sich KSC-Coach Kosta Michailidis nahezu keine Chancen auf eine Überraschung aus. So gilt es in erster Linie, mit Laufbereitschaft und Zweikampfstärke den Favoriten so lange wie möglich zu ärgern.

Wesentlich besser ist die Stimmungslage beim Gast. Der hat sich in der Meisterschaft mittlerweile bis auf vier Punkte an Tabellenführer TuS Sinsen herangearbeitet, der Traum von einem weiteren Durchmarsch in die Oberliga lebt weiter.

Und um im Rhythmus zu bleiben, kommt der Zeitpunkt des Pokalspiels auch durchaus gelegen, wird es laut Mittrainer Marco Sadowski auch keinerlei personelle Experimente geben: „Wir reisen mit nahezu voller Kapelle an. Denn natürlich wollen wir eine Runde weiterkommen, dazu sind wir es unseren Fans schuldig, in diesem prestigeträchtigen Derby auch unsere bestmögliche Formation aufzubieten.“

Fehlen wird lediglich ein Trio: Zum langzeitverletzten Keeper Johannes Focher gesellen sich Julian Jakobs und Andreas Spais (privat verhindert). An der klaren Favoritenrolle des RSV (Sadowski: „Unterschätzen werden wird den KSC aber nicht“) ändert dies jedoch nichts.

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