Akhabach hat genug und tritt bei Hellas zurück

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Fünffacher Torschütze im Derby beim SV Hellas, bei dem nach dem 2:12-Debakel gegen den RSV Meinerzhagen Trainer Ali Akhabach zurücktrat: Artur Krämer.

LÜDENSCHEID - Noch vor 14 Tagen hatte sich bei Ali Akhabach nach dem ersten Saisonsieg (2:0 gegen SV Netphen) vorsichtiger Optimismus breit gemacht, den Bock noch umstoßen zu können. Gestern allerdings war das Maß für den Hellas-Coach voll: Direkt im Anschluss an die 2:12-Heimpleite gegen den RSV Meinerzhagen stiefelte er zum Vorsitzenden Filippos Parlokoglou und teilte diesem seinen sofortigen Rücktritt mit.

„Hier macht jeder, was er will – ob beim Training oder in den Spielen. Ich habe gehofft, etwas bewegen zu können, doch da habe ich mich gewaltig getäuscht“, machten sich beim 34-Jährigen gleichermaßen Enttäuschung und Resignation breit.

Dabei hatte es für sein Team im Kreisderby gut begonnen, denn gleich der erste konstruktive Angriff führte zum Erfolg: Petrini fällte im Strafraum Minacapilli, und den anschließenden Elfmeter verwandelte Moumin sicher – 1:0 (11.). Ausgerechnet Hellas-Keeper Meyer brachte seinen letztjährigen Klub aber wieder zurück, als er nach Scimecas Freistoß von der Mittellinie auf der Linie verharrte und Odzewalski aus zwei Metern Danke sagte – 1:1 (16.).

Von den Hausherren war fortan bis auf eine kurze Phase vor dem Wechsel, als Moumin und Minacapilli zwei „halbe Chancen“ vergaben, offensiv kaum noch etwas zu sehen, derweil der Gast insbesondere mit hohen Bällen in den Strafraum Hellas in Verlegenheit brachte. Engels Kopfball verfehlte noch knapp das Ziel (26.), dann vernaschte Odzewalski im Anschluss an einen Freistoß Aliu zum 1:2 (29.), ehe nach einem weiteren Freistoß Odzewalskis Tor wegen Abseitsstellung zu Recht nicht gegeben wurde. Und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf das Celik-Team auch aus dem Spiel heraus, als Odzewalski den am Ende fünffachen Torschützen Krämer mustergültig bediente. Sämtliche Hoffungen auf eine Wende hatten sich bei Hellas in Minute 51 erledigt, als Scimeca von der Mittellinie aus gleich vier Hellenen stehen ließ, noch das Auge für Stein hatte – 1:4.

Fortan zerfiel der Gastgeber in sämtliche Einzelteile, was der RSV weidlich auszunutzen vermochte. Am Ende stand ein zweistelliger Sieg und ein Gegner ohne Trainer.

Marc Kusche

SV Hellas: Meyer – Geladaris, Aliu, Liakopoulos, Vasiliadis, Minacapilli (63. Piccirilli), Sahin (25. Notaras), Moschopoulos (72. Jouhand), Rizzi, Moumin, Vassos

RSV: Semrau – Fuks, Petrini (63. Batgün), Stein (63. Demir), Odzewalski, Krämer, Marczinkowski, Yilmaz (33. Gürsoy), Scimeca, Engel, Yorulmaz

Schiedsrichter: Veihoff (Hemer)

Tore: 1:0 (11./FE) Moumin, 1:1 (16.) Odzewalski, 1:2 (29.) Odzewalski, 1:3 (45.+2) Krämer, 1:4 (51.) Stein, 1:5 (59.) Krämer, 1:6 (62.) Odzewalski, 1:7 (65.) Krämer, 2:7 (67.) Rizzi, 2:8 (70.) Krämer, 2:9 (73.) Krämer, 2:10 (80.) Gürsoy, 2:11 (84.) Batgün, 2:12 (89.) Demir

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