Fußball-Oberliga

Pflicht erfüllt: Die Pokal-Kür kann kommen

+
Sein Doppelpack verhalf dem RSV zum Sieg: Torjäger Ron Berlinski, für den insgesamt mittlerweile acht Treffer zu Buche stehen.

Meinerzhagen – Die Pflicht ist erfüllt, die Kür kann kommen: Dank seines 2:0-Heimsiegs gegen den SV Schermbeck ist Fußball-Oberligist RSV Meinerzhagen wieder bis auf einen Punkt an Tabellenführer SC Wiedenbrück herangerückt und freut sich nun auf das Westfalenpokal-Duell mit dem Primus, das ihn am Donnerstag nach Ostwestfalen führt.

Angekündigt hatte RSV-Trainer Mutlu Demir seiner Mannschaft einen physisch sehr präsenten Gegner, und genau den bekam diese auch. Doch obwohl die Schermbecker den Meinerzhagenern körperlich überlegen waren, gaben letztere von Beginn an den Takt vor. Dies deshalb, weil sie ihre spielerischen Vorteile gewinnbringend auf den Kunstrasen brachten. Wie in der zehnten Minute: Da machte der RSV auf der rechten Seite mit Alessandro Tomasello und Raphael Gräßer den Ball schnell – zu schnell für die SVS-Defensive, der auch im Zentrum nur das Nachsehen blieb, wo Ron Berlinski zum 1:0 einschoss.

Besagter Berlinski hatte auch in den nächsten Meinerzhagener Torszenen die Hauptrolle inne, in denen er mit einem Schuss ans Außennetz Pech hatte (16.), knapp daneben zielte (22.) und in der 38. Minute schließlich rüde gefoult wurde. Unverständlich, dass Schiri Bramkamp es bei der Gelben Karte beließ, als SVS-Keeper Cedric Drobe außerhalb des Strafraums mit gestrecktem Bein von der Seite in Meinerzhagens „Knipser“ hineinrauschte.

Berlinski wiederum hätte um ein Haar sogleich auf seine eigene Art geantwortet, traf nach Tomasellos Freistoßflanke mit einem Kopfball jedoch nur Aluminium.

Ganz so glatt, wie man meinen könnte, lief es für den RSV freilich nicht. Grund waren Schermbecks Qualitäten bei ruhenden Bällen – nur gut, dass Henning Jacoby (19.) und Lukas Steinrötter (26.) jeweils über die Querlatte köpften. Dem stand auf der anderen Seite freilich eine doppelte Großchance gegenüber: Gräßer tauchte frei vor Drobe auf, schoss den Gäste-Torhüter aber sowohl im ersten als auch im zweiten Versuch regelrecht ab (41.).

Hinterhertrauern musste der RSV dieser verpassten Gelegenheit aber nicht allzu lange. Denn als Til Bauman kurz nach Wiederbeginn Berlinski schickte und sich der mitgelaufene SVS-Innenverteidiger Nikolaj Zugcic und der herausstürzende Schlussmann Drobe gegenseitig behinderten, bedankte sich der Torjäger der Blau-Weißen mit dem 2:0 (50.).

Den Luxus, jetzt im Hinblick auf Wiedenbrück womöglich in den Kraftspar-Modus zu schalten, konnten sich die Meinerzhagener indes nicht leisten. Die Schermbecker erhöhten nun nämlich die Schlagzahl und hätten auch durch Jacoby verkürzt, wenn Bauman nicht im letzten Moment noch geklärt hätte (55.).

Die dem 2:0 folgende etwa zehnminütige Drangphase der Gäste überstand die Demir/Ermes-Elf zwar unbeschadet, musste gleichwohl bis zum Ende auf der Hut sein. Immer wieder versuchte der SVS, seinen Stoßstürmer Dominik Milaszewski in Abschlussposition zu bringen, doch entweder verteidigte der Tabellendritte gut oder konnte sich bei zwei Kopfballsituationen auf das Stellungsspiel von Johannes Focher verlassen.

Zwar war die RSV-Defensive in Minute 81 schließlich doch geschlagen, aber weil der Ball bei der vorherigen Flanke bereits die Torauslinie überschritten hatte, blieb Milaszewskis vermeintlichem Anschlusstor die Anerkennung versagt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare