Fußball-Westfalenpokal

RSV will den nächsten Skalp

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Sein Einsatz gegen den TuS Haltern ist noch fraglich: RSV-Mittelfeldspieler Hakan Demir (links).

Meinerzhagen - Die Vorfreude ist fast mit den Händen zu greifen: Zum nunmehr fünften Mal innerhalb der letzten 14 Monate bittet der RSV Meinerzhagen am Mittwoch (Anstoß 19.45 Uhr) zu einem Westfalenpokal-Heimspiel ins Stadion Oststraße.

Die Skalpe von vier Oberliga-Teams (SC Hassel, Westfalia Herne und SV Lippstadt 2017, ASC 09 Dortmund 2018) baumeln bereits am Gürtel des heimischen Westfalenligisten – folgt mit dem des TuS Haltern nun der fünfte?

Mit einem Ja beantwortet RSV-Trainer Mutlu Demir diese Frage nicht – dafür ist der Respekt vor dem Achtelfinal-Gegner einfach zu groß. „Das Spiel gegen Haltern ist aus meiner Sicht die größte und interessanteste Herausforderung der jüngeren Vereinsgeschichte“, ordnet er das Duell mit dem derzeitigen Oberliga-Zweiten ein. „Aber“, ergänzt er sogleich, „wir rechnen uns auch am Mittwochabend etwas aus!“

Dass dieser Satz alles andere als das Pfeifen eines Außenseiters im Walde ist, verdeutlicht schon allein das nackte Zahlenwerk: 27 Pflichtspiele hat der RSV im Kalenderjahr 2018 bestritten, verloren hat er davon ein einziges – wobei die 2:3-Niederlage in Lennestadt am vorletzten Landesliga-Spieltag der vergangenen Saison kaum relevant war, weil die Meinerzhagener da bereits als Aufsteiger in die Westfalenliga feststanden.

Der wohlverdienten breiten Brust zum Trotz sagt Mutlu Demir über die anstehende Aufgabe: „Das wird brutal schwer. Davon haben wir uns selbst überzeugt.“ Der TuS Haltern kommt mit der Empfehlung ins Sauerland, über die zweitbeste Offensive und die mit nur fünf Gegentoren in neun Partien stabilste Abwehr der Oberliga zu verfügen. Bevorzugt agieren die Kicker vom See im 4-2-3-1, und nicht nur die Defensivreihe des TuS weist Gardemaß auf.

Schwächen hat das Meinerzhagener Trainerteam beim Gegner aber natürlich auch ausgemacht. „Die hat schließlich jede Mannschaft“, stellt Demir fest, mag aber öffentlich nicht weiter ins Detail gehen. „Wir haben uns etwas überlegt – die Frage wird sein, wie gut wir das gegen eine solch starke Mannschaft auch tatsächlich umsetzen können...“

Personell können die Meinerzhagener vor voraussichtlich großer Zuschauerkulisse – das gute Herbstwetter dürfte sein Übriges tun – fast aus dem Vollen schöpfen. Definitiv fehlen wird nur der im Aufbautraining befindliche Musa Sesay, und den angeschlagenen Hakan Demir und Andreas Spais dürfte es angesichts der Attraktivität des Spiels nicht schwer fallen, auf die Zähne zu beißen.

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