Fußball-Westfalenliga

Vor dem nächsten Bollwerk

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Sven Wurm und der RSV Meinerzhagen sind am Sonntag beim Kirchhörder SC zu Gast.

Meinerzhagen - Aufs Ungewohnte wird der RSV Meinerzhagen am Sonntagnachmittag im Westfalenliga-Auswärtsspiel beim Kirchhörder SC (15 Uhr, Sportplatz Kobbendelle) nicht kommen. „Unser Gegner ist eine sehr kompakt spielende Mannschaft. Wir erwarten auch am Sonntag wieder ein Abwehrbollwerk“, sagt Trainer Mutlu Demir.

Dass eine solche Konstellation im RSV-Umfeld mit gemischten Gefühlen gesehen wird, liegt auf der Hand. Denn am vergangenen Sonntag gelang es den Meinerzhagenern zum wiederholten Mal nicht, einen gegnerischen Sperrriegel nachhaltig zu knacken: Gegen den SV Horst-Emscher traf der Aufsteiger trotz Ballbesitzquote in schwindelerregender Höhe nur ein Mal, während der mauernde Gast Effizienz bewies und eine von nur zwei Torchancen nutzte. Resultat war ein mageres 1:1-Unentschieden.

Mutlu Demir nimmt’s sportlich: „So ist Fußball. Es gewinnt eben nicht immer die bessere, offensivere oder spielstärkere Mannschaft.“ Gleichwohl weiß Demir nur zu gut, dass im weiteren Verlauf der gerade sieben Spieltage jungen Saison noch etliche Kontrahenten Beton anrühren werden, wenn es gegen den RSV geht. Der Satz „Wir wussten vorher, dass wir spielerisch nicht mit Meinerzhagen mithalten können, weshalb wir defensiver agiert haben als sonst“ gehört beim Pressegespräch nach dem Spiel bereits zum Standard-Repertoire gegnerischer Trainer.

Gefragt sind spielerische Lösungen. Die hat der RSV zwar parat, aber zur erfolgreichen Anwendung bringt er sie nicht immer – auch deshalb nicht, weil das taktische und konditionelle Niveau der Westfalenliga-Verteidiger höher ist als das der Landesliga-Abwehrspieler in der vergangenen Serie. Anders ausgedrückt: Auf Verbandsebene ist es einfach deutlich schwerer, einen Gegner müde zu spielen.

Deshalb wünscht sich Mutlu Demir mehr Cleverness im Umgang mit den dennoch vorhandenen Torgelegenheiten: „Wir müssen vorne kaltschnäuziger werden. Das gilt auch für den letzten Pass.“ Ansonsten nämlich droht auch am Sonntag beim letztjährigen Fast-Absteiger – der Kirchhörder SC hielt 2017/18 erst in quasi vorletzter Minute die Klasse – ein neuerliches Geduldsspiel.

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