Fußball-Oberliga

"Dieser Alltag ist unser Highlight"

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Mit dem RSV Meinerzhagen zu Gast in Siegen: Torwart Johannes Focher.

Meinerzhagen – Vier Tage nach dem Westfalenpokal-Triumph über den Regionalligisten SC Verl geht es für den RSV Meinerzhagen am Sonntag wieder um Meisterschaftspunkte.

Allzu schwer dürfte der Übergang zur sportlichen Normalität jedoch nicht fallen: „Natürlich ist es eine Rückkehr in den Alltag, aber dieser Alltag ist schließlich unser Highlight“, verweist Trainer Mutlu Demir darauf, dass die Oberliga für den Aufsteiger noch längst keine Gewohnheitssache ist.

Gewöhnlich oder alltäglich ist auch der Gegner nicht, bei dem die Meinerzhagener am Sonntag ihr erstes Auswärtsspiel bestreiten. Denn ähnlich wie der RSV hat es auch der 1. FC Kaan-Marienborn, der ab 15 Uhr in der Herkules-Arena im Siegener Osten Gastgeber ist, in verhältnismäßig kurzer Zeit in höhere Gefilde geschafft. Dass man diesen Weg in Meinerzhagen aufmerksam verfolgt hat, versteht sich von selbst. „Natürlich haben wir uns da auch etwas abgeguckt“, sagt Mutlu Demir, der darüber hinaus das gute Verhältnis zu den Verantwortlichen des Siegener Vereins betont.

Rein sportlich hakt es in diesen Tagen jedoch bei den Känern. Mit Burak Gencal und Elsamed Ramaj hat der Regionalliga-Absteiger seine beiden Top-Torschützen der vergangenen Saison verloren und muss sich nun im Offensivbereich neu finden. Im Gegensatz dazu können die Siegener in der Abwehr zwar auf bewährte Kräfte zurückgreifen, kassierten dann aber zum Oberliga-Start in Sprockhövel vier Gegentore. Neu-Trainer Tobias Wurm rückt wohl auch deshalb Primärtugenden in den Vordergrund, appelliert an „Zweikampfführung und Aggressivität“.

All’ das nimmt man in Meinerzhagen natürlich wahr, zu große Bedeutung mag man der Situation im Lager des Kontrahenten aber nicht beimessen. Die Blau-Weißen nehmen den Gegner ernst, konzentrieren sich in erster Linie freilich auf sich selbst. Eine Herangehensweise, mit der sie in den zurückliegenden Jahren ja auch blendend gefahren sind.

„Wir wollen dort weitermachen, wo wir am Sonntag bei unserer sicherlich ansprechenden Oberliga-Premiere gestartet sind“, fasst es Coach Demir es in Worte und klammert das Westfalenpokalspiel bewusst aus.

Was indes noch besser werden muss, haben aber sowohl die Liga-Auftaktpartie als auch der rauschende Pokalabend aufgezeigt. „Wenn wir die Möglichkeit haben, das Spiel zu entschieden, müssen wir auch zulangen“, spricht Mutlu Demir die schlechte Erfolgsquote bei Großchancen an, die die Blau-Weißen gegen den SV Westfalia Rhynern zwei sichere Punkte kostete und das Duell mit dem SC Verl länger offen hielt, als es angesichts der vorhandenen guten Gelegenheiten nötig gewesen wäre.

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