Fußball, Westfalenliga

Nur noch sechs Punkte bis zur Oberliga

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Winter-Neuzugang Marcel Kandziora trifft mit dem RSV Meinerzhagen auf die „Mannschaft der Stunde“.

Die Fußball-Oberliga ist in Sichtweite: Der abermalige Patzer des TuS 05 Sinsen vor Wochenfrist hat Westfalenliga-2-Spitzenreiter RSV Meinerzhagen in die glückliche Lage versetzt, mit zwei Siegen aus seinen letzten drei Spielen den dritten Aufstieg in Folge perfekt zu machen.

Trumpfkarte im Falle möglicher finaler Punktgleichheit mit den Verfolgern aus Sinsen und Finnentrop ist die deutlich bessere Tordifferenz der Volmestädter. Anders ausgedrückt: Auf der Zielgeraden der Saison könnte sich der RSV sogar noch einen Ausrutscher erlauben.

„Diesen Bonus wollen wir aber natürlich nicht sofort wieder verspielen“, sagt Meinerzhagens Trainer Mutlu Demir vor dem Heimauftritt gegen den Lüner SV (11.5.,15.30 Uhr, Stadion Oststraße). Zumal diese Konstellation noch vor acht Wochen undenkbar war: Zu diesem Zeitpunkt lagen die Meinerzhagener satte elf Punkte hinter dem TuS 05 Sinsen und waren auf den dritten Tabellenplatz zurückgefallen. In den folgenden sieben Partien aber holte der RSV dann 19 von 21 möglichen Punkten, und der 3:0-Triumph im Spitzenspiel in Sinsen stürzte den großen Rivalen in die Krise: Seitdem gewann der TuS 05 seinerseits nur noch drei Mal und büßte durch den Rückzug des Lokalrivalen TSV Marl-Hüls noch zwei weitere Zähler auf Jakobs und Co. ein.

Lüner SV: Die Mannschaft der Stunde

Daran, dass im Titelrennen nun günstigstenfalls sogar schon morgen eine Vorentscheidung zu Gunsten des RSV fallen könnte, denkt in dessen Lager aber niemand. „Wir konzentrieren uns ausschließlich auf den nächsten Gegner, und das ist mit dem Lüner SV schließlich die Mannschaft der Stunde“, betont Mutlu Demir. In der Tat liest sich der aktuelle Bilanz des Traditionsklubs aus dem Kreis Unna ähnlich gut wie die der Meinerzhagener: Der Westdeutsche Meister von 1963 hat sieben seiner letzten acht Pflichtspiele gewonnen; darunter war übrigens auch ein 4:1-Sieg in Sinsen.

„Ein Gegner, der Offensiv-Power entwickeln kann und gegen den wir geduldig spielen müssen“, lautet die Einschätzung Demirs, der den LSV mit einer Fünferabwehrkette erwartet, seine eigene Mannschaft aber nicht mit gebremstem Schaum sehen möchte: „Wir spielen voll auf Sieg und wollen möglichst schnell für klare Verhältnisse sorgen!“ Zum Personal: Nils Buchwalder (erkältet) und Yasin Aktas (Knie) fallen aus, Musa Sesay ist wieder dabei.

RSV: Langwald, Ermes – Bauman, Jakobs, Özdemir, Sesay, Wurm, Bengsch, Bilgicli, Demir, Gräßer, Kandziora, Kunkel, Platt, Treude, Zejnullahu, H. Aktas, Berlinski, Spais

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