Fußball-Oberliga

Erste Heimniederlage für den RSV

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Luftkampf der Innenverteidiger: Meinerzhagens Nils Buchwalder (links) contra Dortmunds Maurice Buckesfeld.

Meinerzhagen – Die Festung Oststraße ist geschleift: In seinem neunten Oberliga-Heimspiel musste der RSV Meinerzhagen erstmals dem Gegner zum Sieg gratulieren, unterlag dem ASC 09 Dortmund am Sonntag mit 0:1 (0:0). Somit konnten die Volmestädter den Patzer von RW Ahlen (0:3 gegen Kaan-Marienborn) nicht nutzen.

In der vergangenen Saison hatten die Gäste, hinter denen eine verkorkste Hinrunde 2019/20 liegt, bis zum letzten Spieltag um den Regionalliga-Aufstieg mitgespielt. Warum das so war, deutete der ASC gestern zumindest an. Denn mit dessen hervorragend organisierter Defensive hatte der RSV seine liebe Mühe und kam erst nach über einer halben Stunde Spielzeit durch Alessandro Tomasellos Kopfball-Bogenlampe (32.) und Marcel Kandzioras Schuss ans Außennetz (33.) zu seinen ersten Tormöglichkeiten.

Zu diesem Zeitpunkt hätten die gefährlich konternden Dortmunder ihrerseits schon vorn liegen können, aber Kevin Brümmer hatte knapp vorbei gezogen (12.) und Meinerzhagens Nummer eins, „Johnny“ Focher, Jan Stuhldreiers Großchance entschärft (30.).

Mit den ersten beiden vielversprechenden Abschlüssen wuchsen beim RSV freilich Selbstvertrauen und Entschlossenheit. Nach einer Stunde Spielzeit hatten sich die Kräfteverhältnisse sowohl spielerisch als auch in puncto Torchancen – Tomasello hatte das 1:0 auf dem Fuß (57.), Kandziora auf dem Kopf (61.) gehabt – zu Gunsten des Tabellenzweiten verschoben.

Aber der Treffer, der nun in der Luft lag, fiel auf der anderen Seite: Die Platzherren gewährten den Dortmundern nach einem Ballverlust zu viel Raum im Mittelfeld, und den schnellen Umschaltmoment des ASC nutzte Maximilian Podehl zum 0:1 (63.).

Verloren war damit für die Meinerzhagener angesichts der noch reichlich vorhandenen Restspielzeit zwar noch lange nichts, und ein Vorwurf in Richtung Einsatzwille war ihnen auch nicht zu machen. Der letzte „Punch“ vor dem Gäste-Gehäuse jedoch ging ihnen schlicht und ergreifend ab.

Einerseits fanden die Flanken und Hereingaben ins Zentrum zu selten Abnehmer; so lieferte sich Torjäger Ron Berlinski mit seinem Gegenspieler Maurice Buckesfeld packende und temperamentvolle Zweikämpfe, blieb unterm Strich aber wirkungslos. Andererseits versäumte es der RSV, es vielleicht auch einmal aus der zweiten Reihe zu probieren, und verfing sich stattdessen im vielbeinigen Abwehrnetz der Dortmunder, die in der Schlussphase jede Rettungsaktion lautstark bejubelten.

Exemplarisch dafür war eine Szene in der 89. Minute, als Pascal Beilfuß den Ball mit der Fußspitze gen Torlinie brachte, ASC-Verteidiger Jan Friedrich für seinen bereits geschlagenen Schlussmann Dejan Zecevic klärte und dafür gefeiert wurde, als hätte er ein Tor erzielt.

In der Nachspielzeit hielt es dann auch Focher nicht mehr in seinem Kasten, doch nachdem selbst der Zwei-Meter-Mann knapp unter einem Eckball hindurchgesegelt war, war der RSV seinen Heimnimbus tatsächlich los.

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