Frühes Tor oder tibetanische Geduld

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Julian Jakobs (links) und der RSV Meinerzhagen empfangen den SC Neheim an der Oststraße.

Meinerzhagen – Nur vier Tage nach der ärgerlichen 0:1-Heimniederlage gegen die SG Finnentrop/Bamenohl hat Fußball-Westfalenligist RSV Meinerzhagen am Donnerstagabend die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Zu Gast an der heimischen Oststraße ist ab 19.30 Uhr in einem weiteren Nachholspiel der SC Neheim.

Wenn Marco Sadowski aus dem Trainerteam des RSV zurückschaut auf den Sonntag, dann klingt er ruhig, sachlich. Ganz ähnlich, so Sadowski, sei auch die Trainingswoche der Blau-Weißen abgelaufen. „Wir haben das Spiel analysiert, darüber gesprochen, was wir nicht so gut gemacht haben“, so Sadowski.

 Was im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass der Fokus nur auf die Fehler gerichtet ist. „Ich habe auch einige gute Dinge gesehen“, bemüht sich Sadowski um Ausgewogenheit. "Es ist nun mal so, dass im Fußball häufig Nuancen entscheiden.“ Zwei Aluminiumtreffer auf der einen, ein 40-Meter-Tor auf der anderen Seite – und schwupps nimmt die Niederlage Gestalt an.

Die Problematik an sich, mit der sich der RSV immer wieder herumschlägt, ist freilich nicht neu. Das Gros der Gegner in der Westfalenliga bevorzugt einen extrem defensiven, wenn nicht destruktiven Stil gegen den RSV. Mal ganz ehrlich: Nervt das nicht mit der Zeit? – Marco Sadowski stimmt durchaus zu.

Eine ganz ähnliche Aufgabenstellung erwarten die RSV-Verantwortlichen auch heute Abend. Bereits beim 1:1-Hinspiel-Remis präsentierte sich der SC Neheim als defensivstarke, konsequent verschiebende Einheit, die die Räume für den RSV eng machte.  Ein frühes Tor wäre Gold wert (Sadowski: „Dann läuft so ein Spiel völlig anders“), aber auch, wenn es lange torlos bleibt, geht die Welt nicht gleich unter, ist Hektik der falsche Weg. „Dem Geduldigen laufen die Dinge zu, dem Eiligen laufen sie davon“, sagt ein altes tibetanisches Sprichwort. Ein wenig passt das dieser Tage auch zur Situation des RSV...

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