Fußball-Oberliga

Top-Spiel beim Vorjahresdritten

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Im Top-Spiel der Oberliga sind Marcel Kandziora (rechts) und der RSV Meinerzhagen in Dortmund zu Gast.

Meinerzhagen – Der Tabellenvierte empfängt den Rangzehnten – doch von diesen nach drei Spieltagen nur bedingt aussagekräftigen Zahlen sollte man sich nicht täuschen lassen. Wenn Oberliga-Aufsteiger RSV Meinerzhagen am Sonntag beim ASC 09 Dortmund gastiert (15 Uhr, Waldstadion Aplerbeck), ist das ein echtes Top-Spiel.

Der Grund ist simpel: Allein die Spielanlage der Kontrahenten bürgt dafür, dass am Sonntag Offensive Trumpf sein wird und den Zuschauern ganz sicher kein 0:0-Spiel ins Haus steht. Dass sich das Ganze zudem noch auf ansehnlichem Niveau bewegen wird, versteht sich im Prinzip von selbst – der ASC 09 hat unstrittigerweise das Zeug für die Regionalliga, der RSV setzte vor sechs Tagen mit seinem 5:0-Erfolg über den ebenfalls ambitionierten SC Wiedenbrück ein Ausrufezeichen.

Das schwere Auftaktprogramm des RSV, das für diesen bislang den Vorjahresfünften und zwei Regionalliga-Absteiger als Gegner bereit hielt, erfährt mit dem ASC 09 Dortmund nun gewissermaßen seine Krönung. „Nach unseren Beobachtungen ist diese Mannschaft die beste der Liga“, sagt Meinerzhagens Coach Mutlu Demir über die Schützlinge seines Trainerkollegen Daniel Sekic.

Genauso wie der RSV sind die Aplerbecker ein technisch beschlagenes Team mit nahezu automatischem Vorwärtsgang, das das Kurzpassspiel bevorzugt. „Da ist eine klare Spielidee erkennbar“, zollt Demir dem ASC Respekt, unterstreicht im gleichen Atemzug jedoch, „dass wir auch gegen eine solche Spitzenmannschaft nicht von unserem eigenen Konzept abweichen werden“. Heißt: Auch beim voraussichtlich hoch stehenden Regionalliga-Anwärter wollen die Volmestädter auf die Karte Angriff setzen.

Zumindest personell steht diesem Ansinnen nicht viel im Wege. Kapitän Julian Jakobs ist ebenso wieder im Kader wie Nils Buchwalder, der am Mittwoch in der A-Liga-Reserve erfolgreich Spielpraxis sammelte. Einziger Ausfall neben den im Aufbautraining befindlichen Nik Kunkel und Mathieu Bengsch ist somit Tim Treude. Dessen Einsatz im Wiedenbrück-Spiel hat seine Oberschenkelprobleme zwar nicht verschlimmert, aber natürlich auch nicht für Besserung gesorgt. Deshalb wurde dem Mittelfeldakteur nun eine Pause verordnet, damit er die leidige Blessur vollständig auskurieren kann.

Übrigens: Vor elfeinhalb Monaten trafen die seinerzeit noch in der Westfalenliga beheimateten Meinerzhagener und der ASC schon einmal aufeinander, wobei der RSV die Dortmunder aus dem Westfalenpokal warf. Für Mutlu Demir ist das damalige 1:0 indes nicht mehr als eine verblasste Erinnerung: „Es ist ein anderes Spiel mit zwei ganz anderen Mannschaften als vor einem Jahr!“

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