Vereinsleben

Empfang mit schmutzigen Schuhen

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Jubilare und Klubvorstand des LTV 61 im gleißenden Sonnenlicht im Foyer der Schützenhalle Loh beim Neujahrsempfang des zweitgrößten Lüdenscheider Sportvereins der Stadt.

Lüdenscheid – Tradition wird beim ältesten Sportverein der Stadt großgeschrieben. Und wenn der LTV 61 zum Neujahrsempfang einlädt, dann folgen die Mitglieder dem Ruf. So war auch am Sonntagvormittag auch das Foyer der Schützenhalle am Loh mit weit über 100 Mitgliedern wieder bestens gefüllt.

Tradition ist vor Ort auch Rückblick auf das vergangene und Ausblick auf das neue Jahr, den Vorsitzender Peter Riemekasten nach der Begrünung der Mitglieder und zahlreichen Ehrengäste mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Verena Kasperek und Matthias Reuver, Fachdienstleiter Jugend, Bildung und Sport der Stadt Lüdenscheid, an der Spitze, vornahm.

Neben dem Blick auf die zahlreichen Erfolge von Fechtern, Inline-Skaterhockeycracks der zum LTV gehörenden Highlander mit ihren beiden Neu-Nationalspielern Jiri Svejda und Sven Rotheuler und Kampfsportlern, gab es viel Lob für die Übungsleiter, ohne die der Übungsbetrieb beim hauptsächlich zum Breitensport hin ausgerichteten zweitgrößten Sportverein der Bergstadt überhaupt nicht möglich war, fand der Klubchef aber auch die Schattenseiten des Vereins: Einem Mitgliederrückgang von gut 50 61ern im Jahr 2018 sieht Riemekasten allerdings fast schon wieder aufgefangen: Nach Auflösung der Nachwuchsabteilungen des Inline-Skaterhockey-Nachbarn Sauerland Steel Bulls, wechselten zu Beginn des Jahres gut 30 Jugendspielern zu den Highlandern des LTV 61. Aber auch das Fehlen von Übungsleitern gerade für den Nachwuchsbereich, der bei den 61ern einen so hohen Stellenwert genießt, bereitet Riemekasten und seinen Mitstreitern Sorgen, die sich auch auf die Tennisabteilung übertragen lassen: „Wir hatten nach der Erweiterung auf vier Plätze eine Mitgliederhöchstgrenze von 250 festgelegt und jahrelang eine Warteliste, jetzt haben wir noch 150 Abteilungsmitglieder.“ Immerhin haben die Tennisspieler aber im Rahmen des 750-Jahre-Stadtjubiläums mittels des 75-Stunden-Programms einen neu befestigten Weg zum Tennisheim am Honsel erhalten.

Kritische Worte fand Klubchef Peter Riemekasten aber auch für das 1. Lüdenscheider Leichtathletik-Sportfest, das die 61er mit ihrem örtlichen Kooperationspartner, der Lebenshilfe, aber auch mit Special Olympics, einem der landesweiten Dachverbände des Behindertensports, am Nattenberg ausrichteten. „Da ist vieles schief gelaufen, vor allem wegen der Panne, dass Special Olympics vergessen hatte, dass am gleichen Wochenende ein traditionelles riesiges Behindertensportfest in Bethel stattfand“, kündigte Riemekasten für 2019 die Rückkehr zum erfolgreichen Inklusionssportfest am Honsel an.

Nachdem Vize-Bürgermeisterin Kasperek den 61ern im kurzen Grußwort versprochen hatte, dass die Stadt immer ein offenes Ohr für den Breitensport haben wird, bereitete Riemekasten die Auszeichnung langjähriger Mitglieder viel Freude: Werner Clauß, 1959 von TuRu Düsseldorf zum Honsel gewechselt und nach zehn Jahren im 61er-Dress von der Kreisklasse A in die Bezirksklasse aufgestiegen, hatte als schmunzelnd registriertes Kuriosum seine bis heute noch ungeputzten Schuhe vom entscheidenden 3:1-Sieg in Kierspe mit ins Schützenhallenfoyer gebracht. Er ist ebenso wie Peter Adels bereits seit 60 Jahren LTV-Mitglied wie auch die nicht anwesenden Peter Jünemann und Friedrich Korte.

Auf 40-jährige Mitgliedschaft bringen es Christa Manthey und Peter Kuhbier sowie die nicht anwesenden Heike Binder und Thomas Noelle. Seit 25 Jahren dabei sind Monika Kemski , Kornelia Pritz, Alfred Dittmann und Gerd Wildfang. Abwesend waren am Sonntag die Jubilare Michael Wever sowie Erika und Michael Hoffmanns.

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