Fußball-Kreisliga A

Matthias Thielicke hängt beim SC Lüdenscheid noch ein Jahr dran

Fußballtrainer mit Kappe
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Macht doch noch ein Jahr weiter: Matthias Thielicke (Trainer SC Lüdenscheid)

Der Tabellenzweite der Fußball-Kreisliga A, SC Lüdenscheid, setzt auf Kontinuität: Der komplette Trainerstab hat seine Zusage für die Saison 21/22 gegeben, und auch von den Spielern liegen neun Zusagen vor.

Lüdenscheid – Eigentlich hatte die Saison 20/21 für Matthias Thielicke die letzte als Trainer des SC Lüdenscheid sein sollen. „Ich hatte das bereits im Sommer intern angekündigt“, sagt der Trainer des Fußball-A-Kreisligisten, „aber was juckt mich mein Geschwätz von gestern?“

Thielicke macht nun doch noch eine Spielzeit weiter – und mit ihm sein Trainerstab, zu dem Tobias Penning, Hassan El Mourabit und Dennis Krieger gehören.

Zum einen mag der Coach nicht mit einer Spielzeit wie der aktuellen mit all ihren Corona-Pausen und Pandemie-Ungewissheiten aufhören. Aber das ist es nicht allein. „Die Truppe, die wir jetzt zusammen haben, macht einfach richtig Spaß“, sagt Thielicke, „da hast du immer 20 Mann beim Training – und du kannst als Trainer endlich mal richtig agieren und nicht immer nur reagieren.“

Matthias Thielicke hängt beim SCL noch ein Jahr dran

So ist über Weihnachten die Entscheidung gereift – nach Rücksprache mit seiner Frau, denn eigentlich hatte Thielicke der jungen Familie nach im Sommer dann neun Spielzeiten als Trainer beim SC Lüdenscheid die Priorität geben wollen. Nach dem frühen Karriereende als Spieler – der vierte Kreuzbandriss hatte Thielicke endgültig ausgebremst – hatte der Hüne zunächst fünf Spielzeiten lang die SCL-Reserve trainiert und aus einer zunächst „chaotischen Truppe“ (O-Ton Thielicke) ein Team geformt, das in seinem letzten Jahr als Reserve-Coach sogar den Aufstieg in die Kreisliga A geschafft hatte.

Die 1. Mannschaft des Clubs trainiert der 36-jährige Thielicke nun bereits im vierten Jahr. Auch hier waren es nicht immer  leichte Zeiten. Mit dem „grünen Licht“ der Familie freut sich Thielicke nun jedenfalls auf die Fortsetzung der Arbeit, die aktuell ob des Lockdowns ruht. Er freut sich auch deshalb, weil auch die Arbeit im Trainerteam eine überaus angenehme ist.

Die Truppe, die wir jetzt zusammen haben, macht einfach richtig Spaß. Da hast du immer 20 Mann beim Training – und du kannst als Trainer endlich mal richtig agieren und nicht immer nur reagieren!

Matthias Thielicke (SC Lüdenscheid)

„Wir haben uns da ganz bewusst breit aufgestellt, weil jeder Familie hat“, sagt Thielicke, der zwar im Zweifel am Ende die  Entscheidungen trifft und auch für die Ergebnisse im Falle von Misserfolgen den Kopf hinhalten will, „eigentlich aber besprechen wir alles intern, da gibt es keine Alleingänge in unserem Team. Wir sind da sehr gut eingespielt.“

Die Kaderplanungen hat man am Wehberg parallel auch vorangetrieben. „Wir wollen die Truppe so zusammenhalten“, sagt Thielicke, „zumindest so weit es machbar ist. Wenn wir es schaffen würden, den Kader 1:1 zu halten, dann würden auch nur noch punktuell schauen, was noch dazukommen könnte. Priorität hat es, Spieler aus der eigenen Jugend einzubauen oder Spieler  zu holen, die schon eine Vergangenheit beim SC haben.“

Patrick Lange (Mitte) und Bonjamin Maleshay (rechts), hier beim 1:0-Heimsieg gegen den TSV Oestertal, gehören zu den neun Spielern des SC Lüdenscheid, die bereits ihre Zusage für die neue Spielzeit gegeben haben.

Neun Zusagen hat der Trainerstab bereits aus dem aktuellen Kader. Keeper Albin Idrizi, Jan-Philipp Schulte, Kapitän Nils Gruber, Cengiz Browarski, Bonjamin Maleshay, Patrick Lange, Dominique Wohlpart, Nico Schröder und Thomas Marciniak haben sich bereits für ein weiteres Jahr beim SCL festgelegt. „Die restlichen Gespräche wollen wir innerhalb der nächsten 14 Tage führen“, sagt Matthias Thielicke, „die ersten Rückmeldungen waren auch da sehr positiv.“

So ist man dieser Tage sehr zufrieden rund um die LüWo-Arena. Nicht nur, weil das Team auf Rang zwei der Kreisliga-A-Tabelle – punktgleich mit Spitzenreiter Rönsahl – bisher die eigenen Erwartungen sogar übertroffen hat nach so manchem Jahr, in dem man diesen Erwartungen doch eher hinterher gelaufen ist. Darauf wollen Thielicke und die SC-Kicker nun aufbauen, wenn es wieder losgeht nach dem Lockdown. Und im Zweifel eben auch in der neuen Saison. Der Grundstein in den Planungen ist jedenfalls gelegt.

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