Bei den Roosters überwiegt die Vorfreude

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Ist für die Serie gegen die Ice Tigers guter Dinge: Roosters-Trainer Jari Pasanen.

Iserlohn - Von Anspannung oder gar Nervosität war am Donnerstagabend in der Eissporthalle am Seilersee sowohl bei den Puckjägern als auch bei den Verantwortlichen der Iserlohn Roosters wenig bis gar nichts zu spüren.

Cheftrainer Jari Pasanen wirkte wenige Tage vor Spiel eins der Playoff-Viertelfinalserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Nürnberg Ice Tigers (Mittwoch, 19.30 Uhr) ebenso entspannt und fokussiert wie Manager Karsten Mende und Assistenz-Coach Jamie Bartman – zumindest rein äußerlich. Das Trio, das zum Pressegespräch im feinen Zwirn erschien, strahlte nach einer mit Rang drei gekrönten Hauptrunde pure Vorfreude und Zuversicht aus.

„Nürnberg ist ein Gegner, den wir schlagen können. Und wir werden mit breiter Brust auflaufen“, betonte Karsten Mende. Dass die Ice Tigers in dieser Saison nicht unbedingt der Lieblingsgegner der Sauerländer waren und drei der vier direkten Duelle zu ihren Gunsten entschieden, wurde nur beiläufig thematisiert. „Die Playoffs sind kein Wunschkonzert“, sagte Mende. Wie wahr.

Während Jamie Bartman in den vergangenen Tagen viel Video schaute und das Spiel der Franken sezierte („Die Struktur von Nürnberg ist klar. Sie spielen ziemlich einfaches Hockey“), ließ die Mannschaft am Mittwoch und Donnerstag reichlich Körner. „Wir haben zwei Tage hart trainiert. Die Intensität sowohl im Kraftraum als auch auf dem Eis war sehr hoch“, betonte Jari Pasanen, der York und Co. am Freitag einen freien Tag „mit Hausaufgaben“ bescherte. „Ab Samstag sind vermehrt taktische Dinge eingeplant“, so der Finne, der ab Sonntag „Trainingsvolumen und -zeit“ reduzieren wird, damit seine Schützlinge am Mittwoch im Vollbesitz der Kräfte in die „best of seven“-Serie starten. „Die Bande zieht gut mit. Ich bin positiv gestimmt, dass wir vier Spiele gewinnen und weiterkommen“, sagte Pasanen.

Mit Blick auf das Personal ließ sich der Roosters-Coach lediglich entlocken, dass Mathias Lange in Spiel eins zwischen den Pfosten stehen werde: „Danach sehen wir weiter.“ Darüber hinaus kündigte der Finne an, vor und während der Serie keine Wasserstandsmeldungen über verletzte Spieler zu geben. Pasanen: „Im Großen und Ganzen sind wir aber gesund.“

Klar ist hingegen, dass die Roosters zu Spiel zwei in Nürnberg erst am Tag des Matches anreisen und nach der Partie direkt die Heimreise antreten werden. „Das hat die Mannschaft so entschieden“, erklärte Pasanen, der sich, angesprochen auf die Aussage von Nürnbergs Hauptsponsor Thomas Sabo, die Ice Tigers seien in der Serie gegen Iserlohn „krasser Außenseiter“, ein breites Grinsen nicht verkneifen konnte: „Das ist eine schöne Lüge. Vielleicht will er ja den Druck weg haben. Das ist seine Meinung, aber ganz sicher nicht unsere.“

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