FSV Werdohl unterliegt TSV Marl-Hüls mit 1:2

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Neuzugang Semir Tuz, der als „Zehner“ hinter der einzigen Spitze viel arbeitete, erzielte in dieser Szene den 1:0-Führungstreffer für die FSV Werdohl. Am Ende musste sich der Landesligist dem TSV Marl-Hüls aber knapp mit 1:2 beugen.

WERDOHL - Die FSV Werdohl hat sich am Sonntag hoch erhobenen Hauptes aus dem Westfalenpokal verabschiedet. Gegen den ambitionierten Westfalenligisten TSV Marl-Hüls unterlag die Elf von Trainer Carsten Minker mit 1:2 (1:1) Treffern, hätte sich aber zumindest die Verlängerung redlich verdient gehabt.

TSV-Trainer Holger Flossbach war nach den 90 Minuten einfach nur erleichtert, dass seiner Elf der Einzug in die zweiten Pokalrunde gelungen war. „Das war aber auch schon alles“, resümierte der 52-Jährige, der bereits in der Pause die fehlende Laufbereitschaft bemängelt hatte. So hätten sich die Gäste nicht beschweren dürfen, wenn sie mit einem Rückstand in die Kabinen gegangen wären.

Die erste Viertelstunde gehörte zwar dem Westfalenligisten, doch ab der 20. Minute setzte die FSV „Konterstiche“ mit Wirkung. Erst jagte El Alami den Ball von rechts durch den Torraum, doch am zweiten Pfosten rettete Temel vor Fischer (23.). Nur eine Minute später wäre eigentlich die Führung fällig gewesen, als die Außenverteidiger Temel und Nico Ballschmiede bei eigenem Eckball De Luca an der Mittellinie vergessen hatten. Nach Klamanns Steilpass lief der FSV-Neuzugang allein auf Keeper Bley zu – und scheiterte. Als De Luca wiederum nur zwei Minuten später zu lang zögerte und an Bley scheiterte, haderten die Gäste hörbar mit sich.

Dennoch gelang es ihnen nicht, den Schalter umzulegen. Grete musste zwar nach einem Steilpass gegen Bastürk (27.) klären und von der Gathen köpfte nach einem Eckball (30.) unbedrängt vorbei, mehr hatte der TSV aber zunächst nicht zu bieten.

Anders die FSV in der 37. Minute: Nach Tuz' Zuspiel setzte sich De Luca gegen Trainersohn Flossbach durch, wurde dann zwar im Strafraum geblockt, doch der Ball kam genau zu Tuz, der aus 17 Metern via linken Innenpfosten zum 1:0 vollstreckte. Der Underdog war obenauf – für drei Minuten. Dann durfte Bastürk unbedrängt von rechts flanken, Zejnullahu stand zu kurz und Lukas köpfte zum 1:1 ein.

Davon ließen sich die Werdohler nicht irritieren. Sie machten dem Gast auch nach der Pause das Leben schwer, und Fischer demonstrierte mit einer feinen Einzelaktion (52./vorbei), dass der TSV weiter anfällig war.

Dann folgte aber in der 68. Minute der entscheidende Fehlpass im Spielaufbau. TSV-Kapitän von der Gathen spielte postwendend steil, und Stondzik legte die Kugel aus gut 20 Metern unhaltbar ins linke Eck. Die FSV gab nicht auf, sondern suchte nun den Weg nach vorn. Binnen 120 Sekunden erspielten sie sich zwei Chancen zum Ausgleich. Erst scheiterte Fischer nach einer Ecke per Volleyschuss (74.) an Bley, und keine 60 Sekunden später bewahrte der gute TSV-Keeper sein Team erneut vor dem Ausgleich, als Sadlowski eine Maus-Flanke brandgefährlich abfälschte. So blieb es bei einem Favoritensieg, der dem Verlierer das Lob einbrachte.

FSV: Grete – Langenberg, Zejnullahu, Bierkoch, Neuke – El Alami (84. Grahovac), Klamann – Franz (62. Intravaia), Tuz (71. Maus), Fischer – De Luca

TSV: Bley – Temel, von der Gathen, Flossbach (72. Fritsche), N. Ballschmiede – Diericks – Bastürk, Stondzik, Kaiser (46. Sadlowski), Sdzuy (60. Thomaszik)

Schiedsrichter: Liermann (Hagen)

Tore: 1:0 (37.) Tuz, 1:1 (40.) Lukas, 1:2 (68.) Stondzik

von Stefan Herholz

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