Eventhalle in Oeckinghausen?

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Derzeit ist die Fläche im Gewerbegebiet Susannenhöhe noch Ackerfläche. Oben links die ehemalige Schule an der Susannenhöhe; hier könnten Parkplätze entstehen.

Halver – Eine Eventhalle in Oeckinghausen für bis zu 2350 Zuschauer, gefördert durch Regionale-Mittel: Diese Idee stellte Mark Wallmann, Geschäftsführer der SH Spielbetriebs GmbH, über die in Halver und Schalksmühle der Leistungshandball bei den SGSH Dragons finanziert wird, am Mittwoch im Rahmen der Mitgliederversammlung des TuS Halver vor.

Wallmann skizzierte den TuS-Mitgliedern die Pläne für Oeckinghausen. „Wir haben im Handball immer Schwierigkeiten, Trainingskapazitäten zu finden“, beschrieb er ein Problem, das auch den TuS seit dem Verkauf der Jahnturnhalle beschäftigt. Daraus sei die Idee zu einer Trainingshalle entstanden.

Pläne, diese an der Mühlenstraße in Halver oder am Jahnplatz in Schalksmühle zu bauen, seien aber nicht umsetzbar gewesen. In Zusammenarbeit mit der Regionale-Agentur sei dann die Idee zur Eventhalle entstanden. „Es soll keine reine Handballhalle werden“, betonte Wallmann. Denn: Die Fördermöglichkeiten, die sich durch eine Eventhalle über die Regionale ergeben, seien ungleich höher, als wenn eine reine Sporthalle über die Sportförderung subventioniert werde.

Entstehen soll die Halle dem Konzept zufolge neben der ehemaligen Schule an der Susannenhöhe auf einem Gewerbegrundstück. Das alte Schulgebäude soll Parkplätzen weichen.

Mit einem kleinen Teil aus einer Präsentation stellte Wallmann neben Eckdaten auch künftige Nutzungsmöglichkeiten vor: Abi-Bälle, Konzerte, Fashion-Shows, Messen, Tanzveranstaltungen und Vorträge etwa sollen die Eventhalle mit Leben füllen – aber eben auch Handball und andere Sportarten. Die Halle müsse für die verschiedenen Nutzungen entsprechend schnell umbaubar sein: „Das ist rein architektonisch schwierig umzusetzen.“

„Wir sind an dem Punkt, an dem wir das Projekt auch der Öffentlichkeit vorstellen wollen“, sagte Wallmann. Dabei blieb er bei der Vorstellung am Mittwoch in vielen Punkten freilich noch vage – etwa zu Fragen nach Bauherren, Betreibern oder den Kosten der Halle. Wie genau der TuS in die Eventhalle einzubeziehen sei, sei noch zu klären.

„Das hier soll nur eine Vorstellung sein“, betonte Wallmann. So könne man sich beim TuS Halver anschließend zunächst grundsätzlich dafür entscheiden, dass man sich mit der Idee beschäftigen wolle. „Für uns geht es darum, nicht mehr weiter zu stagnieren“, bestätigte der Vorsitzende des TuS Halver, Georg Bischofs.

Kritik am Standort ließ Wallmann nicht gelten. Solange die Sporthalle in Oeckinghausen genutzt wurde, seien auch dort die Hallenkapazitäten ausgereizt gewesen. „Die Entfernung ist ein Hemmnis“, gab Wallmann zu. Aber in Halver oder Schalksmühle direkt sei das Projekt nicht umzusetzen. Wallmann bewarb die Eventhalle als „Chance für die Region“. Sie steigere die Attraktivität auch für Jugendliche – und könne so zu einer attraktiven Gegend beitragen, mit der man der Landflucht entgegenwirke.

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