Balve Optimum: DM der Springreiter

Ehning gewinnt ersten Schlagabtausch

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Marcus Ehning und seine Stute Sabrina liegen nach der 1. Wertungsprüfung zur Deutschen Meisterschaft vorn.

Balve - Es war ein echter Schlagabtausch: Zum Ende des 1. Wertungsdurchgangs zur Deutschen Meisterschaft der Springreiter lieferten sich Titelverteidiger Daniel Deußer auf First Class van Eeckelghem und Marcus Ehning auf Sabrina am Freitagabend ein packendes Duell um die Führung.

Beide waren ohne Abwurf aus dem ersten von zwei Umläufen des S***-Springens hervorgegangen – beide blieben es auch nach dem zweiten. Das gelang außer diesen beiden Paaren nur Jörg Kreutzmann auf Caivano. Als drittletzter Starter eroberte Deußer zunächst mit 66,47 Sekunden die Führung.

Doch als danach Ehning als vorletzter Reiter seinen zweiten Umlauf in Angriff nahm, war die Spitzenposition für den Vorjahrestitelträger prompt wieder futsch: Ehning benötigte für den 430 Meter langen Kurs lediglich 65,29 Sekunden. „Er jagt mich ja jede Woche“, verwies Deußer anschließend mit einem Schmunzeln darauf, dass der Zweikampf der beiden nicht erst in Balve begonnen hat.

Deutsche Meisterschaften Springreiten 1. Wertungsprüfung

Bundestrainer Otto Becker zeigte sich zufrieden mit den Eindrücken aus dem ersten Wertungsdurchgang. „Ich denke, wir haben großen Sport gesehen“, so das Urteil des Coaches. Kleinere Veränderungen an dem ohnehin anspruchsvollen Parcours hatten dazu geführt, dass viele Reiter im zweiten Umlauf mehr Strafpunkte kassierten als in Runde eins. Dennoch hatte Ehning insgesamt mit einer geringeren Fehlerquote gerechnet.

„Mich hat überrascht, dass es am Ende nur drei Doppel-Nuller gab“, äußerte der DM-Führende. Ehning trieb seine 15-jährige Stute im Höchsttempo durch das Stadion. „Ich bin super zufrieden. Sie hat sich in den vergangenen Wochen schon ganz gut angefühlt“, betonte der 40-Jährige. Beim Weltcup-Finale an Ostern war er noch mit dem Schimmel Cornet D’Amour angetreten und hatte Rang vier belegt.

Grand Prix de Dressage - 1. Wertung DM

Der zweitplatzierte Deußer richtete den Blick schon auf das Finale am Sonntag. „Auf jeden Fall habe ich den Ansporn, den Titel zu verteidigen. Sonst wäre ich nicht hierher gekommen“, stellte der 32-Jährige klar, dass er die Titelverteidigung am Sonntag längst nicht aufgegeben hat.

Geht es nach dem Bundestrainer, wird der Parcours dann ähnlich aussehen. „Ich denke nicht, dass es am Sonntag noch schwerer sein wird. Es soll zwar schwer sein, aber trotzdem fair“, so Otto Becker. - Von Christian Müller

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