Sadowski zukünftiger Trainer bei RWL

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Heuerte vor dem Comeback auf der Trainerbank bei seinem Stammverein Rot-Weiß Lüdenscheid für die Restspielzeit noch bei den Junioren des TuS Ennepetal an: Marco Sadowski.

Lüdenscheid - Als Trainer Marco Sadowski Ende 2014 bei Landesligist FSV Werdohl entlassen wurde, schien das neue Jahr sportlich nicht unbedingt gut zu starten. Doch das Blatt hat sich gewendet: Der 38-Jährige wird in der Saison 15/16 neuer Trainer von Bezirksligist Rot-Weiß Lüdenscheid und hat noch für die Restspielzeit eine Aufgabe bei den A-Junioren des TuS Ennepetal übernommen.

Von Jörg Hellwig

Pikante Randnotiz: Zur Saisonfortsetzung am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz im Bremen-Stadion erwartet der TuS-Nachwuchs ausgerechnet die Junioren seines Stammvereins RWL. „Natürlich ist das schon eine besondere Situation“, sagt Marco Sadowski, hat sich aber jederzeit sportlich höchst fair verhalten: „Als ich die dringliche Anfrage aus Ennepetal bekam, weil dort das A-Juniorenteam auseinanderzufallen drohte, habe ich natürlich zuerst mit den RWL-Verantwortlichen gesprochen, die kein Problem darin sahen, auch wenn sich TuS und Rot-Weiß noch um den zweiten Platz streiten. Da habe ich in Ennepetal zugesagt, weil ich zu dem Verein eine besondere Verbindung habe“, erklärte Sadowski, der die U 23 des Oberligisten vor zwei Jahren als Trainer vor dem Abstieg aus der Bezirksliga bewahrte.

Mithin liegt ihm der TuS fast so am Herzen wie Stammverein Rot-Weiß, hinzu kommt noch ein Saisonhöhepunkt, die ihm die Trainertätigkeit bei den Ennepetaler A-Junioren bietet: Pfingsten findet im Bremen-Stadion der Spax-Cup statt, ein internationales Turnier mit A-Juniorenteams von berühmten Klubs aus der ganzen Welt. „Das ist sicher noch einmal ein besonderer Moment, ein Turnier, in dem ich mich bei der Klasse der Gegner als Trainer auch noch einmal weiterentwickeln kann“, sagt Sadowski.

Zunächst geht es für ihn am Sonntag gegen Rot-Weiß, mithin gegen einige Talente, die in der kommenden Spielzeit zum Bezirksligaaufgebot am Nattenberg unter seine Fittiche stoßen werden, dann aber rückt der Stammclub wieder verstärkt in den Fokus des Bergstädters, der auch schon während seiner Tätigkeit im Bremen-Stadion verabredungsgemäß die neue Spielzeit gemeinsam mit den RW-Verantwortlichen plant. Und auf die Aufgabe am Nattenberg freue ich mich riesig“, erklärt der B-Lizenzinhaber, der Vorstandssprecher Michael Dregger nach nur kurzer Bedenkzeit Anfang Februar die Zusage für eine zweite Amtszeit am Nattenberg gegeben hatte.

Weniger verbissen, mehr Spaßfaktor

Die erste hatte Marco Sadowski in seiner dritten Saison als RWL-Coach 2011 auf eigenen Wunsch vorzeitig beendet, weil das angestrebte Saisonziel, der Landesligaaufstieg, aus den Augen geraten war. Einen solchen Druck gibt es beim neuen Engagement bei den Rot-Weißen, denen der neue Trainer als Coach im Mini- und F-Juniorenbereich ohnehin verbunden geblieben war, nicht: „Ich werde eine sehr junge Mannschaft übernehmen, in der einiges Potenzial steckt. Da gibt es von Vereinsseite keine Vorgabe. Aber wer mich und meinen sportlichen Ehrgeiz kennt, der weiß auch, dass ich probieren werde, das Optimale aus der Mannschaft herauszuholen“, freut sich der Pharmareferent auf sein Trainercomeback („Ich bin kein Typ für die Wohnzimmercouch mit Chipstüte“), sieht sich für die neue Aufgabe durchaus gewappnet: „Ich habe sicher in den vergangenen Jahren viel gelernt, gehe nicht mehr so verbissen an die Dinge. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass es um Amateurfußball geht, in dem Berufsleben nun einmal Vorrang genießt und deshalb oft die Trainingsbedingungen nicht optimal sind. Darauf muss man Rücksicht nehmen. Wir wollen Spaß haben und möglichst erfolgreich Fußball spielen“, kündigt Sadowski an, wird als gelernter Stürmer aber natürlich der offensiven Ausrichtung seiner Mannschaften treu bleiben.

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