Schach

Favoritenjagd an der Elbe

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Marc Schulze (SvG Plettenberg) schlug sich bei den Deutschen Meisterschaften im Blitzschach in Madgeburg am Samstag ausgezeichnet.

Magdeburg/Dortmund – Am Ende stand Rang 16 und große Zufriedenheit: Die Premiere von Marc Schulze (SvG Plettenberg) bei den Deutschen Meisterschaften im Blitzschach war am Samstag in Magdeburg eine mehr als gelungene.

„Mit 14 Punkten aus den 29 Partien und dem 16. Platz habe ich meine Erwartungen übertroffen, vor allem aber war es ein tolles Erlebnis“, bilanzierte der Plettenberger nach dem Ausflug in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, in der sich in dieser Woche der Deutsche Schach-Meisterschaftsgipfel auf der Festung Mark stattfindet.

„Sicherlich habe ich noch die eine oder andere gute Stellung gehabt und nicht verwertet, aber insgesamt war das Ergebnis okay“, stellte Schulze fast, hatte er doch zum Teil auch da gepunktet, wo es nicht so gut ausgesehen hatte. Im Blitzschach ist das gerade im Verlauf eines Turniers, das über 29 Runden ein echter Marathon ist, keine Seltenheit. Vor allem freute sich Schulze über die Siege gegen nominell deutlich stärkere Gegner, so u.a. über den Großmeister Roland Schmaltz, der letztlich Dritter der nationalen Titelkämpfe wurde und mit einem Sieg gegen Schulze sogar gleichauf gelegen hätte mit dem Deutschen Vizemeister Thomas Koch.

Buhmann wird Deutscher Meister

Neben dem schönen Sieg gegen Schmaltz bezwang der Plettenberger auch drei Internationale Meister, gegen die er nominell klar der Außenseiter war: Johannes Carow, der als Achter ins Ziel kam, Aljoscha Feuerstack (12.) und Robert Baskin (15.). Nach einem guten Turnierstart mit zweieinhalb Punkten aus den ersten drei Spielen durfte Schulze sogar am Spitzenbrett gegen den renommierten Hamburger Großmeister Jan Gustafsson, Nummer eins der Setzliste, spielen – diese Partie wurde auf Sportdeutschland-TV sogar als Live-Spiel übertragen. „Da habe ich den Bauern auf d4 unnötig eingestellt“, sagte Schulze und hätte den Nationalspieler gerne mehr geärgert an diesem Tag. Gustafsson blieb am Ende im starken Feld übrigens nur Rang vier.

Den Deutschen Meistertitel holte sich der Großmeister Rainer Buhmann. Der 38-Jährige holte 23 von 29 möglichen Zählern auf der Festung Mark. „Vor allem war es auch sehr interessant, die richtig starken Spieler kennenzulernen“, stellte Schulze fest – in Magdeburg zählte für ihn eben nicht nur das Ergebnis, sondern auch das Erlebnis. Das Ergebnis stimmte noch dazu, denn bei den Schachspielern gibt es auch eine ELO-Zahl für Blitzschach, in der sich Schulze angesichts dieses Resultats um rund 40 Punkte verbesserte. Zudem war er im Feld der 30 Spieler, von denen 25 Titelträger waren, der zweitbeste Akteur ohne Titel. Besser war nur Rick Frischmann aus dem Saarland auf Rang fünf.

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