Manipulationsverdacht in der Arnsberger A-Liga

Affeln - Ein anonymer Brief sorgt für Wirbel in der Arnsberger Fußball-Kreisliga A und betrifft zumindest indirekt auch den SV Affeln. In dem Schreiben geht es um eine mögliche Manipulation der Partie zwischen dem SVA und dem SC Neheim II am 16. Mai. Der heimische A-Liga-Vertreter gewann damals mit 2:1 und kam damit dem Klassenerhalt ein großes Stück näher.

Der Verfasser behauptet in dem Schreiben, das dem Kreisvorstand, dem SV Arnsberg 09 und unserer Redaktion vorliegt: „Wir haben mit dem SC Neheim am Freitagabend absichtlich in Affeln verloren.“

Der SV Arnsberg 09 ist neben der SG Balve/Garbeck zweiter Absteiger in die Arnsberger B-Liga. Es sei schon einige Tage vorher klar gewesen, dass die Neheimer auf der Stummel nicht gewinnen sollten. Ob alle Akteure eingeweiht gewesen seien, wisse er nicht. „Ich weiß aber, dass nach dem Spiel einige Scheine den Besitzer gewechselt haben“, schreibt er weiter.

Der Verfasser nennt einen Spieler des SC Neheim II als Urheber der angeblichen Manipulation. Seinen eigenen Namen gibt der Autor nicht preis und begründet dies damit, dass „ich noch ein paar Jahre Fußball spielen will und auch private Probleme kriegen würde“.

Christian Grammel, Geschäftsführer des SVA, stellt klar: „Wir haben in keinster Weise Kontakt zu Neheimer Spielern.“ Außerdem forderte er den Verfasser des Briefes auf, seine Identität preiszugeben und die Namen der vermeintlich an der Manipulation Beteiligten zu nennen. „Sich hinter anonymen Briefen zu verstecken, ist haltlos und eine sportliche Frechhheit“, ergänzte Grammel.

Der SVA unterstrich in einer vom Vorstand verbreiteten Stellungnahme, das betroffene Spiel sei „rein sportlich und fair“ mit 2:1 gewonnen worden. Der Fußball-Kreis Arnsberg hat die Untersuchung der Angelegenheit an den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) und den zuständigen Justitiar Dieter Ostertag abgegeben. Dieser war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Michael Ternes, Vorsitzender des Kreisfußball-Ausschusses Arnsberg, betonte allerdings, dass der SVA und Neheim zu einer Stellungnahme aufgefordert würden. - cm

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