Fußball: Heimische Kickerinnen beim SC Drolshagen

Mit Unterstützung und viel Fleiß

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Die heimischen SC-Kickerinnen (von links): Jule Dörnen (vom RSV Listertal), Joana Kramer (vom TuS Herscheid), Marie Kristin Buchmüller, Chrisoula Panagiotidou und Madlen Bodewig (alle vom LTV 61). Es fehlen: Lara Hellmann (vom LTV) und Chiara Ander (von Phoenix Halver)

Kreisgebiet - Leistungsorientiert Fußball zu spielen erfordert harte Arbeit und viel Fleiß, auch im Jugendbereich.

Nicht selten sehen sich Talente gezwungen, ihre Heimatklubs zeitweise oder gar für immer zu verlassen, um sich bei erfolgreicheren Vereinen weiter zu entwickeln. So auch sieben junge Fußballerinnen aus dem Märkischen Kreis, die in den vergangenen Jahren beim SC Drolshagen angeheuert haben. Ihr Ziel: immer besser zu werden. Madlen Bodewig, Chrisoula Panagiotidou, Marie Kristin Buchmüller, Joana Kramer, Jule Dörnen, Lara Hellmann und Chiara Ander, das sind die sieben Nachwuchskickerinnen, die es in den vergangenen Jahren aus Lüdenscheid, aus dem Lennetal und aus dem Volmetal zu Westfalenligist SC Drolshagen zog. 

Unter anderem deswegen, weil in der vergangenen Saison die letzte überkreislich spielende Mädchenmannschaft des Kreises, der LTV 61, in die Kreisliga abstieg. Trainiert werden die ambitionierten B-Juniorinnen von einem breit aufgestellten Trainerteam: Von Chefcoach Albert Martin, Co-Trainer Niko Lagoudakis, Torwarttrainerin Antonia Stahlhacke und von Betreuerin Katja Kahle. „Das ermöglicht uns, individuell auf die Fähigkeiten aller Spielerinnen eingehen zu können“, erklärt Martin, der seit acht Jahren die Geschicke der Mädchenmannschaft am Buscheid leitet. Er führte die B-Juniorinnen aus der Bezirks- in die Westfalenliga und hat in dieser Saison vor allem ein Ziel vor Augen: „Die Klasse zu halten.“

Dabei kann er auch auf die tatkräftige Unterstützung der sieben Mädchen aus dem Märkischen Kreis bauen. „Sie haben sich hier gut integriert. Die Mädchen sind sehr talentiert“, freut sich der erfahrene Jugendcoach. Doch kein Erfolg ohne viel Fleiß: Zweimal die Woche – und alle 14 Tage dreimal – trainieren die B-Juniorinnen auf dem Sportplatz am Buscheid. Bodewig, Buchmüller & Co wissen, was sie an ihrem Verein haben: „Die Ausstattung hier ist sehr gut. Das Umfeld ist professionell und die Trainer sind ausgesprochen nett“, sagt Jule Dörnen und lacht verschmitzt in Richtung Coach Martin. Dörnen stammt aus Valbert und ging noch vor drei Jahren mit dem RSV Listertal auf Torejagd.

Marie Christin Buchmüller und Chrisoula Panagiotidou bilden bei Westfalenligist SC Drolshagen das Torhüter-Duo.

„Es gibt nicht viele Vereine, die Wert auf Frauen- und Mädchenfußball legen. Hier beim SC haben wir die Möglichkeit, uns weiter zu entwickeln und den nächsten Schritt zu machen“, ist sie sich sicher. Doch leistungsorientiertes Fußballspielen ist oft auch mit weiten Fahrten verbunden und muss daher entsprechend unterstützt werden. Einen Führerschein haben die Mädchen logischerweise noch nicht. „Unser Co-Trainer Niko nimmt mich netterweise mit“, freut sich Chrisoula Panagiotidou. Der erfahrene Fußballtrainer war viele Jahre auf den Plätzen des Märkischen Kreises aktiv und ist dort kein Unbekannter. 

Auf Hilfe der Familie angewiesen

Die restlichen Kickerinnen sind auf die Hilfe der Familie angewiesen: „Wir bilden auch oft Fahrgemeinschaften. Unsere Eltern wechseln sich von Woche zu Woche mit dem Fahren ab“, sagt Joana Kramer. Und auch ihre Mutter Jenny Kramer, die sie häufig zum Training begleitet und auch die gesamte Einheit mit anderen Eltern mit anschaut, betont, wie wichtig es ist, sein Kind zu unterstützen: „Joana spielt seitdem sie acht Jahre alt ist. Ich möchte ihr die Möglichkeit geben weiter zu kommen. Sie soll das machen, was ihr Spaß macht – und das ist Fußball.“ 

Der bisherige Saisonverlauf fiel für den SC indes eher ernüchternd aus: Die Drolshagenerinnen bekleiden nach drei Spieltagen punktlos den letzten Tabellenplatz in der spielstarken Westfalenliga. Vor ihnen liegt noch viel Arbeit, wenn sie die Klasse halten wollen. Bei der Arbeit mit dem Ball wirken die B-Juniorinnen von Trainer Albert Martin höchst konzentriert. Bei den Übungen strahlen sie enormen Ehrgeiz aus. Abseits des Platzes scherzen sie auch gerne. Mit Fleiß und viel Humor gehen die Sauerländerinnen ihre nächsten Aufgaben an. Die besten Voraussetzungen für den Erfolg haben sie damit allemal. Ganz zu schweigen von der nötigen Unterstützung ihrer Eltern und des Trainerteams um Albert Martin.

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