Leichtathletik

Luis Vieweg feiert Comeback

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Will seiner Konkurrenz auch im Jahr 2020 davonlaufen: Der Meinerzhagener Luis Vieweg (Mitte) verfolgt hohe Ziele.

Meinerzhagen - Die Dortmunder Helmut-Körnig-Halle ist eine altehrwürdige Sportstätte in der der Meinerzhagener Sprinter Luis Vieweg bei den NRW-Meisterschaften antreten wird. Ob er für die Titelkämpfe in Form ist und welche Ziele der 19-Jährige hat, erfahren Sie hier:

Der für die LG Kindelsberg Kreuztal startende Meinerzhagener Leichtathlet Luis Vieweg kehrt nach zwei Verletzungen auf die Laufbahn zurück. 

Im Rahmen der NRW-Meisterschaften, die am kommenden Sonntag in Dortmund stattfinden, will der 19-Jährige eine erste Standortbestimmung vornehmen. Heimtrainer Adalbert Roßbach ist vorsichtig optimistisch: „Ich hoffe, dass am Wochenende alles klappt. Man muss ja nach Verletzungen erst einmal wieder reinkommen.“ Erst in der vergangenen Woche ist Vieweg nach Verletzungen am Oberschenkel und der Leiste wieder ins Training eingestiegen. „Seit dieser Woche sind wir wieder voll im Training. Vorher hat Luis versucht, über das Krafttraining seine Form etwas zu erhalten. Auch wenn er nur den Oberkörper trainieren konnte“, sagt Roßbach. 

Und die Form Viewegs ist zu Beginn der Wintersaison keinesfalls eine schlechte gewesen. Am 8. Dezember stellte das Nachwuchstalent in Paderborn eine neue Bestleistung auf, als er die 60 Meter in einer starken Zeit von 6,76 Sekunden lief. Zudem startete Vieweg am 5. Januar beim Hallensportfest in Dortmund. Dort gewann er den Vorlauf über die 60 Meter souverän in einer Zeit von 6,92 Sekunden, musste aufgrund der Leistenverletzung jedoch auf den Finallauf verzichten, in dem kein Läufer schneller als der Meinerzhagener im Vorlauf war. 

Bei den NRW-Meisterschaften geht es für Vieweg nun darum, die Form von Dezember und Anfang Januar wiederzuerlangen. „Ich war jetzt zwei Wochen raus. Ein konkretes Ziel habe ich deshalb für die NRW-Meisterschaften nicht. Ich will einfach gucken, wie ich drauf bin“, sagt Vieweg selbst und hat nimmt bereits einen anderen Wettkampf in den Fokus: die Deutschen Hallen-Meisterschaften, die am 22. und 23. Februar in Leipzig stattfinden werden. Für dieses Großereignis hat er die Qualifikation bereits geschafft. „Dann habe ich das Ziel, es bis ins Finale zu schaffen“, zeigt sich der Sprinter ehrgeizig. Gleichwohl abzuwarten bleibt, wie er in der neuen Altersklasse zurechtkommt. Zum ersten Mal läuft der Meinerzhagener dann in der U 23. „Es wird sich zeigen, wie ich zur Premiere in der U 23 zurechtkommen werde.“ Körperlich sieht sich der 19-Jährige gut gerüstet. „Es ist alles wieder in Ordnung.“ 

Dass Vieweg ein Sportler ist, der sich hohe Ziele steckt, zeigt auch die Prämisse für das Jahr 2020. „Ich möchte die 100 Meter in 10,35 Sekunden laufen.“ Adalbert Roßbach zeigte sich ob der Aussage seines Schützlings zwar etwas überrascht, meint aber auch: „Es ist gut, dass er sich hohe Ziele steckt. Jeder Sportler und Mensch braucht Ziele in seinem Leben.“ Dennoch tritt der 79-Jährige auf die Euphoriebremse. „Ich habe ihm schon gesagt, dass er nicht zu hoch herangehen soll. Ich wäre erst einmal froh, wenn Luis unter 10,50 Sekunden läuft.“ 

Nichtsdestotrotz: Sollte Vieweg an die Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen können und weitestgehend verletzungsfrei bleiben, ist für den Meinerzhagener auch 2020 ein weiterer Leistungssprung möglich. Die Formkurve, besonders über die 60 Meter, sie zeigt jedenfalls stetig nach oben.

Erfolgreiches Jahr 2019

Das Jahr 2019 war ein durchaus erfolgreiches für Luis Vieweg. Gleich drei Bestzeiten stellte der Meinerzhagener in diesem Jahr auf. Über die 60 Meter lief er am 8. Dezember in Paderboren eine Zeit von 6,76 Sekunden. Am 29. Juni lief er in Mannheim über die 100 Meter eine Zeit von 10,57 Sekunden. In Kreuztal stellte er seine persönliche Bestleistung über 200 Meter auf, die er am 18. Mai in 21,71 Sekunden lief.

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