Holger Koth hört zum Saisonende bei TuRa auf

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Kosta Tzokas und der SV Hellas kämpfen gegen Rönsahl um eine erfolgreiche Wiederaufnahme der Punktspielrunde.

Lüdenscheid - Nach rund dreimonatiger Winterpause geht es für die Kicker des Kreisliga-Oberhauses am Sonntag mit dem 18. Spieltag weiter. Von den vier Lüdenscheider Vertretungen, die gleich dreimal Heimrecht genießen, hat TuRa Brügge von der Papierform die mit Abstand schwierigste Aufgabe vor der Brust, wenn der Tabellenzweite TuS Herscheid in Winkhausen gastiert.

TuRa Brügge – TuS Herscheid (15 Uhr, Winkhausen/Hinspiel 0:4): Für Holger Koth ist es der Beginn einer Abschiedstournee. Bereits vor der Winterpause informierte der TuRa-Trainer den Vorstand davon, dass für ihn nach dieser Saison Schluss ist, in dieser Woche teilte er es der Mannschaft mit. „Es hat aber in keinster Weise etwas damit zu tun, dass es sportlich bis dato eher schlecht gelaufen ist“, gibt der Coach ausschließlich persönliche Gründe für seine Entscheidung an.

Gemeinsam vorgenommen hat man sich derweil, dem Trainer als Geschenk noch den Klassenerhalt zu präsentieren, Zwar ist der Kader, zu dem auch wieder Bühren und Kuhnert sowie Schlechter von den Alten Herren stoßen, sehr gut gefüllt, doch die enttäuschenden Resultate und teils indiskutablen Leistungen in Testspielen gegen durchweg unterklassige Konkurrenten lassen für morgen nichts Gutes ahnen. „Eigentlich können wir nur positiv überraschen“, backt auch Koth vorerst noch kleine Brötchen.

Möglichst nahtlos an die hervorragende Hinserie anknüpfen will der TuS auf dem für Trainer Birkelbach „schwierigen und problematischen“ Platz. „Alle freuen sich, dass es wieder los geht und wollen Gas geben“, hat Herscheids Coach beim Training vernommen und ist optimistisch, zumal fast alle Mann an Bord sind. Es fehlen lediglich die Verletzten Jonas Sauerland und Tim Gerke sowie der erkrankte Fabian Kunde (Lungenentzündung).

TSV Lüdenscheid – VfB Altena (15 Uhr, Wefelshohl/2:2): Ohne Cheftrainer Abi Ouhbi, der noch im Urlaub weilt, geht der TSV ins erste Pflichtspiel des Jahres. Dazu kommen weitere Ausfälle wie u.a. Kilinc (Auslandssemester), Baris Öztürk und auch Kapitän Coskun (verletzt). Dafür sind die Neuzugänge Strongface und Kiziltepe spielberechtigt, sodass Co-Trainer Ali Yigit immer noch von einer sehr schlagkräftigen Mannschaft ausgeht. „Nach unserem Tief zum Ende der Hinrunde wollen wir jetzt noch einmal angreifen und so weit wie möglich in der Tabelle vorrücken. Der VfB ist da gleich ein echter Gradmesser. Im Hinspiel war das am Ende höchst emotional“, hofft Yigit, dass sich diesmal alle auf den Fußball an sich konzentrieren – und natürlich auf drei Punkte.

SV Hellas Lüdenscheid – TSV Rönsahl (15 Uhr, Honsel/1:2): Das Hinspiel ist Hellas-Spielertrainer Timo Maehne aus verschiedenen Gründen noch unangenehm in Erinnerung: Der TSV packte damals ausgesprochen hart, aber ungeahndet zu, während sich die Lüdenscheider überhaupt nichts erlauben konnten. Eine rote Karte gegen Uzelac und ein Rönsahler Siegtor durch einen um mehrere zehn Meter verlegten „Tatort“ eines Freistoßes liegen Maehne noch heute im Magen. „Von daher sind wir voll motiviert und können auch personell fast aus dem Vollen schöpfen“, sagt Maehne. Es fehlt nur Vasiliadis nach fünfter gelber Karte. Der Hellas-Spielertrainer ergänzt: „Wenn wir dann noch ein Drittel der Torchancen nutzen, die wir uns beim letzten Test gegen Meinerzhagen herausgespielt haben, als überhaupt kein Klassenunterschied erkenntlich war, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir den Platz als Sieger verlassen.“

TuS Neuenrade – LTV 61 (15 Uhr, Waldstadion/1:1): Mirco Glörfeld und sein neuer Trainer-Kollege Robert Krumbholz haben eine unmissverständliche Zielsetzung für die Restsaison ausgegeben: Am Ende soll der LTV 61 bester Lüdenscheider A-Ligist sein und noch in die Top 5 vorrücken. Und da kommt das Duell in der Hönnestadt gerade recht, denn auf diesem fünften Platz mit sechs Punkten Vorsprung liegt der TuS. „Wir fahren dorthin, um zu gewinnen“, spricht Glörfeld Klartext, schöpft seinen Optimismus auch aus einem Novum in dieser Spielzeit: Erstmals nämlich ist der komplette Kader einsatzfähig.

TuS Stöcken/Dahlerbrück – Kiersper SC II (13 Uhr, Winkhausen/1:6): Angesichts von bis dato nur drei Punkten sieht die Lage für den TSD nahezu aussichtlos aus. „Dass von uns niemand mehr etwas erwartet, kann sogar ein Vorteil sein“, hat Trainer Stephan Kritzler die Hoffnung aber noch nicht gänzlich aufgegeben. Ersetzen muss der Coach mit Babczyk, Hoyermann und Reyment morgen allerdings gleich drei Defensivkräfte.

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