Handball-Landesliga

Mit neuem Keeper ins Derby

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Steht gegen die HSV Plettenberg/Werdohl vor seiner Heimpremiere als HSG-Coach: Stephan Nocke.

Lüdenscheid – Der Gegner – Kreisrivale HSV Plettenberg/Werdohl – kommt am Freitagabend (20 Uhr, BGL-Sporthalle) zur Heimpremiere von Stephan Nocke als neuem Coach des Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid zur Unzeit. „Eigentlich sind die nicht unserer Kragenweite“, zollt er dem Gast Respekt, „aber irgendwann müssen wir punkten. Und wenn es uns gelingt, das Spiel lange offen zu halten, haben wir vielleicht auch eine kleine Chance.“

Seit knapp vier Wochen im Amt weiß Nocke, der einst in der Jugend-Oberliga im Tor der Bergstädter stand, dass es eine Herkulesaufgabe wird, die Liga zu halten. Sportredakteur Jörg Hellwig sprach dem neuen Coach vor seiner Heimpremiere.

Die Aufgabe ist sicher enorm schwer, sehen Sie eine realistische Chance, den Ligaverbleib mit dem Team noch zu schaffen?

Es ist in der Tat eine sehr schwierige Aufgabe. Vielleicht ist der Schritt des Trainerwechsels zwei bis drei Wochen zu spät erfolgt, weil ich sonst länger mit dem Team hätte arbeiten können. Aber zwei Dinge stimmen mich positiv: Zum einen ist die Stimmung im Team trotz der Misserfolge immer noch toll, alle ziehen mit und zweitens stimmt das Umfeld bei der HSG, sodass ich mich allein auf die reinen Traineraufgaben konzentrieren kann.

Wo setzen Sie den Hebel an, bzw. haben Sie ihn angesetzt?

Wir werden auf jeden Fall aufs Tempospiel setzen, unser Deckungssystem umbauen, um durch Ballgewinne offensiv zu mehr leichten Toren zu kommen. Einige Jungens haben das Tempo, das bislang zu wenig genutzt worden ist. Stattdessen musste Phil Lausen, der enorm vorangeht, oft allein die Verantwortung übernehmen, war die HSG aber zu leicht auszurechnen.

Wird es Verstärkungen für die Restspielzeit geben?

Ja, eine ist bereits spruchreif: Von der HSG Düsseldorf/Neuss II kommt der ehemalige britische Nationaltorhüter Colin Reid, der zum erweiterten Drittligakader der Rhein Vikings gehörte, zu uns. Er wird wohl schon gegen die HSV spielen können. Darüber hinaus hoffe ich aber noch auf den einen oder anderen weiteren Zugang.

Am Rande des Spielfelds gelten Sie als großer Motivator, inwieweit können die Emotionen vom Rand eine Rolle im Abstiegskampf spielen?  Ich hoffe schon, dass ich vom Rand aus Einfluss aufs Geschehen nehmen kann. Ich bin sehr emotional, natürlich in fairem Rahmen, und unterscheide mich deutlich von meinem Vorgänger. Ich werde auch mal laut und bin nicht der Freund der Jungens. Denn ich denke, gewisse Distanz und Autorität ist wichtig, um im schweren Abstiegskampf bestehen zu können.

 

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