Golf

Kenny Schmeckenbecher gewinnt die Filzgolf-Masters

Kenny Schmeckenbecher (Mitte) vom MC 62 Lüdenscheid spielte in Wanne-Eickel bei den Filzgolf-Masters ein überragendes Turnier und bezwang auch die Topspieler in der K.o.-Runde auf dem Weg zum Turniersieg.

Lüdenscheid – Am Wochenende wurde im „Fun-Park“ Wanne-Eickel die 7. Auflage des „Nestle-Schöller-Filzgolf-Masters“ ausgetragen – der Lüdenscheider Kenny Schmeckenbecher vom MC 62 zeigte dort auch in dieser Spielart seine Klasse.

Filzgolf ist in Deutschland noch nicht sehr verbreitet. Gerade mal ein Handvoll Anlagen gibt es hierzulande. Da das aus Skandinavien kommende System aber vor allem international zunehmend an Bedeutung gewinnt, wird das Anlagennetz in Deutschland ebenfalls Stück für Stück ausgebaut. Die erst im Herbst 2018 fertiggestellte Anlage in Wanne-Eickel war bereits Gastgeber für Spieltage der 1. und 2. Bundesliga sowie des Final-Four-Turniers im DMV-Pokal. Damit hat Wanne-Eickel nun alle international relevanten Systeme (Beton, Eternit, Filz) an einem Ort und wurde folgerichtig zum „Minigolf-Leistungsstandort“. Beim Filzgolf-Masters ist Jahr für Jahr die – beinahe – komplette Minigolfelite am Start.

Schmeckenbecker besiegt Ranglisten-Primus

Neben 32 Startplätzen für die Kaderspieler aus allen Altersklassen (Jugend, Damen, Herren, Seniorinnen und Senioren) werden weitere 32 nach Platzierung in der deutschen Rangliste vergeben. In Wanne-Eickel gaben sich aktuelle sowie ehemalige Welt- und Europameister, Europacup-Sieger und viele Bundesligaspielerinnen und -spieler die Klinke in die Hand. Aus der heimischen Region war der für Verbandsligaspitzenreiter MC 62 Lüdenscheid aktive 16-jährige Kenny Schmeckenbecher am Start und sorgte nach verhaltenem Beginn vor allem am zweiten Tag für Furore. In der Gruppenphase musste er sich nach zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage mit dem zweiten Platz hinter Nationalspieler Sebastian Piekorz begnügen, zog aber souverän in die K.o.-Runde ein. Beim Filzgolfmasters geht es darum – ähnlich dem Ryder-Cup im Golf – Bahnen zu gewinnen. Das Rundenergebnis ist nur von untergeordneter Bedeutung. Der zweite Platz in der Gruppe bescherte dem Lüdenscheider gleich in der 1. K.o.-Runde mit „Adventure-Golf“-Weltmeister Martin Stöckle ein schweres Los, das er aber souverän mit 6:3 meisterte.

Im Achtelfinale stellte Clemens Schreiber vom Zweitliga-Tabellenführer Wolfsburg ebenfalls keine hohe Hürde dar (7:2). Im Viertelfinale wartete überraschenderweise nicht der vielfache Welt- und Europameister Walter Erlbruch, sondern der erfahrene Oliver Rathjens vom Zweitligisten Wesel, der Erlbruch überraschend ausgeschaltet hatte. Auch dieses Match gewann Schmeckenbecher deutlich 6:3, ebenso wie das Halbfinale gegen den langjährigen Bundesligaspieler Peter Nowsky aus Göttigen (8:4). Im Finale wartete die aktuell wohl größte Herausforderung im Minigolfsport mit keinem Geringeren als Alexander Geist, Vorjahressieger und mit kleinen Unterbrechungen seit Jahren die Nummer eins in Deutschland. Doch der junge Lüdenscheider spielte groß auf und wusste die jederzeit ausgeglichene Partie an der allerletzten Bahn 5:4 gewinnen. Eine tolle Leistung des Youngsters und ein weiterer Meilenstein in seiner noch jungen Karriere.

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