Motorsport

Klassensieg und die schnellste Runde

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Das Theisen-Team aus Lüdenscheid feierte auf dem Ring den perfekten Saisonstart.

Nürburgring – Für das Lüdenscheider Team Automobile Theisen hätte der Saisonauftakt zur Rundstrecken Challenge Nürburgring nicht besser verlaufen: souveräner Klassensieg und schnellste Rennrunde des gesamten Feldes für den Kölner Ralf Kraus und Robin Strycek aus Dehrn am Steuer des Opel Astra TCR.

„Besser geht es nicht, das gesamte Team hat einen Bombenjob abgeliefert“, freute sich Teamchef Peter Theisen. „Von mir aus kann das so weitergehen.“ In der gleichen Klasse kam der Schalksmühler Rolf Droste mit seinem Opel Astra TCR auf den ebenfalls starken dritten Platz. 152 Teams hatten ihre Nennung für den 1. Lauf zur ältesten Deutschen Rundstreckenserie abgegeben. 

Trockenheit und Temperaturen um 13 Grad sorgten auf der Nürburgring-Nordschleife für perfekte äußere Bedingungen der 15 Runden dauernden Leistungsprüfung. Wie gewohnt, nahm Ralf Kraus als Erster am Volant Platz. Gleich im ersten Umlauf legte der 59-Jährige los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. „Bevor ich in der zweiten Runde, der für die Wertung wichtigen erste Sprintrunde, von diversen Porsche und BMW aus anderen Klassen aufgehalten werde, wollte ich möglichst schnell vorbei. Das klappte gut und ich konnte die Führung in der Klasse übernehmen und kontinuierlich ausbauen.“ Planmäßig übergab Ralf Kraus nach sieben Umläufen mit 94 Sekunden Vorsprung in der Klasse und als Gesamtzweiter mit nur elf Sekunden Rückstand das Cockpit an Robin Strycek. 

Dieser hatte kaum die Boxengasse verlassen, da signalisierten rote Flaggen einen Abbruch. Nach über einer Stunde ging es weiter, nachdem die Unfallstelle am Streckenabschnitt Flugplatz geräumt worden war. Und wie: „Mein Stint war ein Traum, ich hatte unglaublich viel Spaß“, sagte Robin Strycek. „Das Theisen-Team hatte den Astra perfekt vorbereitet. Ich blieb viermal unter 7.30 Minuten, markierte dabei in 7.25 Minuten eine neue persönliche und die Tages-Bestzeit. Das war ein Mega-Tag!“ 7.25 bedeuten übrigens auch eine neue Bestmarke für TCR-Fahrzeuge auf der altehrwürdigen Nordschleife. 

Bedingt durch die Unterbrechung gab es zwar keine Gesamt-, sondern nur eine Klassenwertung. Aber das Theisen-Team trauerte nicht dem möglichen Gesamtsieg nach, im Gegenteil. „Wir möchten uns beim Veranstalter und bei Rennleiter Hans-Werner Hilger bedanken, dass die Veranstaltung fortgesetzt wurde“, sagte Technik-Chef Thomas Theisen. „Die Ausschreibung sieht das ja eigentlich nicht vor. Aber es wurde eine hervorragende Lösung gefunden. Der Klassensieg und schöne Punkte für die Meisterschaft sind auch etwas Feines.“ 

Rolf Droste hingegen haderte etwas mit dem Re-Start nach der unfallbedingten Unterbrechung. „Während der Pause parkten die verbliebenen rund 140 Autos bunt gemischt auf der Döttinger Höhe. Ich stand leider recht weit hinten. In dieser Reihenfolge wurde auch wieder gestartet, sodass ich viele andere Wettbewerber überholen musste, unsere TCR-Autos gehören ja zu den schnellsten im Feld. Das kostete mich womöglich den zweiten Platz, aber Rang drei fühlt sich auch gut an, ich bin heil im Ziel. Und die Zeiten von Robin Strycek kann ich nicht mitgehen, Glückwunsch zum Sieg.“ 

Nicht zufrieden war Droste mit veränderten Fahrwerkseinstellungen. „Die haben nicht den gewünschten Erfolg in Sekunden gebracht, obwohl sich das Auto gut anfühlte. Für den nächsten Lauf ändern wir wieder auf die alten Einstellungen zurück, um den Unterschied zu sehen.“ Am Samstag, 4. Mai, steht dann der 2. Saisonlauf auf dem Programm.

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