Quattro-, Solitär- und Konditionsschach auf der Bühne

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Heiß begehrt: Das Spiel "Fritz & Fertig" auf dem PC.

Lüdenscheid - Ein Tag gleicht dem anderen bei den 3. Lüdenscheider Schachtagen im Stern-Center, aber jeder hat seinen besonderen Akzent. Tag drei bringt wieder Simultanschach, er bringt wieder Blitzschach, aber auch – und das ist neu – Quattro-Schach und Solitär-Schach.

Von Thomas Machatzke 

Der Wechsel hängt auch mit dem Wechsel der personellen Besetzung zusammen. Alisa Frey, die weibliche Fide-Meisterin aus Köln, ist am dritten Tag nicht mehr am Start, dafür aber Gabriele Kindermann. Die spielt zwar nicht so stark Schach wie Frey, doch dafür ist die erfahrene Mitstreiterin von Schachtage-Chef Sebastian Siebrecht auf dem padägogischen Sektor ganz weit vorne. Beim Quattro-Schach spielen vier Farben auf einem besonderen Brett mit vier Spielern – es ist kurios. In einer anderen Spielform müssen die Grundschüler mit einem Springer übers Schachfeld ziehen und die bereits abgegrasten Felder mit Plättchen belegen. Der Spaß ist groß.

Am Vormittag sind diesmal die Grundschule aus Herscheid-Hüinghausen, aber auch nochmals eine Gruppe der Lüdenscheider Pestalozzi-Schule am Start. Nachmittags sollen die Grundschüler aus Brügge und von der GS Schöneck folgen, doch die Erzieher sind krank. So kommen nur einzelne Kinder mit ihren Eltern – umso intensiver ist der Unterricht für diese nun kleinere Gruppe. Die dritte Nachmittags-Session läutet Großmeister Sebastian Siebrecht mit Konditionsschach ein. Zwischen den Zügen muss eine ordentliche Wegstrecke zwischen zwei Brettern abgelaufen werden. Es ist eine Spielart, die sich eher an die Jugendlichen wendet. Eine Etage höher trifft der Betrachter derweil wie am Vortag die älteren Semester: Auf dem Gartenschach-Teppich des Stern-Centers sind sie in Gedanken versunken. Hier dauern die Spiele länger.

Als sich der Internationale Meister Georgios Souleidis zu seinem zweiten Simultanmatch der Woche stellt, ist die Gegnerschaft zwar nicht so stark wie beim ersten Mal, dafür gibt es einen starken Kiebitz: NRW-Landestrainer Tom Michalczak schaut auf dem Weg zum Training in Schalksmühle bei den Schachtagen vorbei und bestaunt das große Interesse. „Eine tolle Sache, richtig gute Werbung für den Schachsport“, freut sich der Fide-Meister aus dem Ruhrgebiet über das Treiben im Center. Souleidis freut sich derweil über eine tolle Bilanz: Diesmal trotzt ihm lediglich der Halveraner Ralph Kämper ein Remis ab, alle anderen Simultanspiele gewinnt der sympathische Grieche aus dem Schachtage-Team.

Lanaras und Ertelt qualifizieren sich für Stern-Center-Cup

Für Kämper ist es das zweite Simultanremis in zwei Tagen. Auch gegen Alisa Frey hat er am Vortag einen Teilerfolg erzielt. Davon angespornt, wird Kämper anschließend beim dritten Blitz-Qualifikationsturnier für den Stern-Center-Cup am Samstag Zweiter. Das Turnier gewinnt ungeschlagen Marc Schulze vom Oberligisten SvG Plettenberg. Lanaras und Ertelt beim Stern-Center-Cup Qualifiziert sind sowohl Schulze als auch Kämper und der geteilte Dritte Jan-Oliver Klippert (Plettenberg) bereits. So gehen die Startplätze für den Samstag diesmal an Dimitrios Lanaras von den Schachfreunden Neuenrade, der sich mit Klippert Platz drei in der Endrunde teilt, außerdem an Pornchai Ertelt (MS Halver-Schalksmühle). Ertelt belegt im Turnier der 16 Akteure gemeinsam mit Janik Arens (SG Lüdenscheid) Rang fünf. Auf ein Stechen allerdings kann verzichtet werden, denn Arens ist am Samstag verhindert. Sechs Akteure fürs Finale stehen fest. Und dann ist der dritte Tag vorbei.

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