Lernen vom Großmeister und einer Deutschen Vizemeisterin

Lernen von einer Deutschen Vizemeisterin: Alisa Frey (Mitte) zeigt hier den Mädchen von der Pestalozzi-Grundschule aus Lüdenscheid, worauf sie beim Schachspiel zu achten haben. Am Nachmittag gab Frey dann noch eine Simultan-Vorstellung. - Fotos: Machatzke

LÜDENSCHEID - Erst kam der Großmeister, dann der Bürgermeister, und wenig später die Jungen und Mädchen von der Pestalozzi-Schule. Und schon liefen sie – die 2. Lüdenscheider Schachtage im Stern-Center. Es war am Mittwochmorgen ein Auftakt ohne große Reden. Von einem Moment auf den anderen waren Sebastian Siebrecht und sein Team mit den Kindern voll im Thema.

Von Thomas Machatzke

Das Stern-Center steht vier Tage lang ganz im Zeichen des königlichen Spiels. Besucher kommen kaum daran vorbei – selbst beim Training der Schüler-Gruppen der Pestalozzi-Schule und später des Geschwister-Scholl-Gymnasiums blieben ältere Kiebitze stehen und schauten den Youngstern über die Schulter.

Crashkurse in Sachen Schach sind das Schülerprogramm. Wobei der Essener Sebastian Siebrecht in Lüdenscheid bei den meisten Kindern nicht bei Null anfangen musste. Die Jungen und Mädchen der Pestalozzi-Grundschule brachten auch Erfahrungen aus der Schach-AG mit, die an dieser Schule mit Eberhard Mayer ein erfahrener Schachspieler aus Reihen der SG Lüdenscheid leitet. Mayer unterstützte das Trainerteam von Sebastian Siebrecht dann auch direkt und gab auf dem Feld mit den Großschach-Figuren Anleitungen. Am Nachmittag dann waren unter den Scholl-Gymnasiasten gleich mehrere Vereinsspieler des MS Halver-Schalksmühle mit von der Partie und vertieften das Wissen, das sie bereits aus der Vereinsarbeit kennen.

Dzewas ermutigt den Nachwuchs

Bürgermeister Dieter Dzewas verfolgte das Treiben sichtlich angetan und ermunterte den Nachwuchs in seiner kurzen Ansprache, das Schachspiel im Verein bei der neuen Schach-Gemeinschaft Lüdenscheid weiter zu verfolgen. „Es ist doch toll, wenn man als Schüler schon so strategisch denken lernt“, sagte der Lüdenscheider Bürgermeister, „wenn man bei jedem Zug abwägen muss: Was könnte der Gegner machen?“ Zudem stellte er die Möglichkeit heraus, dass sich in diesem Spiel Akteure jeden Alters miteinander messen können – vom jüngsten Grundschüler bis hin zum 90-Jährigen.

Die Teilnehmer am Auftakt-event der Schachtage hatten zudem das Glück, von einer Deutschen Vizemeisterin trainiert zu werden: Alisa Frey, die 2011 Zweite bei den Deutschen Meisterschaften geworden war, war gestern von ihrem Studienort in Köln nach Lüdenscheid gekommen, um erst die Schulkurse als Trainerin zu begleiten. Am Nachmittag ab 16.30 Uhr spielte sie dann noch ein Simultanmatch gegen die Gegnerschaft aus dem Sauerland. Auch sie hatte sichtlich Spaß daran, den Jüngsten bei ihren ersten Bemühungen im Schachspiel über die Schulter zu schauen und ihnen den einen oder anderen Ratschlag mit auf den Weg zu geben.

Am Donnerstag Simultan mit Siebrecht

Fortgesetzt werden die 2. Schachtage am Donnerstag mit einem ähnlichen Programm. Im Schulprojekt sind die Grundschüler aus Herscheid-Hüinghausen, von der Pestalozzi-Schule und von der GS Schöneck mit von der Partie. Ab 16 Uhr heißt es erneut „Schlag den Großmeister“, ab 16.30 Uhr spielt Großmeister Sebastian Siebrecht selbst ein Simultanmatch. Und zum Abschluss des zweiten Tages wartet ein offenes Blitzturnier, zu dem sich der komplette Bezirks-Vorstand angekündigt hat.

Die 2. Lüdenscheider Schachtage im Stern-Center

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