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Zwei Plettenberger Turniersiege

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Von: Thomas Machatzke

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Linda Becker gewann den Kinderschachcup. © Machatzke

Lüdenscheid - Die fünfte Auflage der Lüdenscheider Schachtage im Stern-Center ist Geschichte. Der letzte Tag war der Tag der Plettenberger: Sowohl beim Kinderschachcup als auch beim krönenden Abschluss der Schachwoche, dem Center-Cup, stellte die SvG Plettenberg den Turniersieger.

Beim Kinderschachcup war es dabei eine Siegerin: Linda Becker, U12-Talent des NRW-Klassen-Vereins, war am Mittag beim U14-Schnellschach-Turnier auf der Stern-Center-Bühne eine Klasse für sich. Becker, die es 2016 in der U10-Klasse der Mädchen bis zur Deuschen Meisterschaft und dort auf Rang sieben geschafft hatte, gewann bei den Schachtagen in ihren sieben Partien siebenmal. Das kam nicht ganz unerwartet, denn die meisten Gegner waren keine Vereinsspieler. Nur einen Konkurrenten aus dem Bezirk Sauerland gab es – Leonard Henrich vom MS Halver-Schalksmühle, der noch deutlich jünger als Becker ist und in der U10-Klasse spielt. Henrich gewann sechs seiner sieben Spiele und belegte den zweiten Platz. 

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Das Teilnehmerfeld des Kinderschachcups mit seinen Sachpreisen. © sesi

Dritter wurde mit Kib Hübel der älteste Spieler des Turniers, der zwar nicht in einem Verein spielt, dafür aber bereits Erfahrungen in der Schach-AG des Bergstadt-Gymnasiums gesammelt hat. Mit zehn Kindern, die am Turnier teilnahmen, war der Chef der Schachtage, Großmeister Sebastian Siebrecht, am Ende durchaus zufrieden, war es doch für das Gros der Kids das erste Schachturnier überhaupt, an dem sie teilnahmen. Für alle Starter hielt er Sachpreise aus der Welt des Schachspiels bereit. So gingen die Jungen und Mädchen, die mit viel Ehrgeiz bei der Sache gewesen waren, zufrieden nach Hause. 

Die nicht so große Resonanz auf die Einzelmeisterschaft im Schachbezirk Sauerland (zwölf Starter) erwies sich für den Center-Cup im Blitzschach als Glücksfall. Da das offizielle Turnier des Bezirks in der Humboldt-Villa rechtzeitig beendet war, kam gleich noch ein ganzer Schwung an Schachspielern herüber und war beim krönenden Abschluss der Schachwoche dabei. So wurde es eine spannende und gutklassige Konkurrenz, an deren Ende Marc Schulze, NRW-Klassen-Spieler der SvG Plettenberg, seinen zweiten Turniersieg an diesem Tag feierte. 

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Das Teilnehmerfeld des Center-Cups mit seinen Sachpreisen. © sesi

Schulzes Weste blieb zwar – anders als bei den Einzelmeisterschaften des Bezirks – nicht blütenweiß. Mit 11,5 Punkten hatte er letztlich aber einen Punkt Vorsprung vor Janik Arens von der SG Lüdenscheid, der sich ein wenig überraschend den zweiten Platz sicherte. Mit 10,0 Punkten folgte Helmut Hermaneck (MS Halver-Schalksmühle) auf Rang drei. Jamel Hellwig (9,5) und Thomas Windfuhr (9,0) von der SG Lüdenscheid durften mit Rang vier und fünf zufrieden sein. Ein gutes Turnier spielten zudem Dimitrios Lanaras (SF Neuenrade) und der vereinslose Nazmi Graca, die sich mit 7,5 Zählern Rang sechs teilten. Gerade Graca, der in der zweiten Wochenhälfte ans Brett gekommen war, bestätigte auch beim Center-Cup seine für einen Nicht-Vereinsspieler enorme Spielstärke. 

Mit dem Center-Cup gingen sechs aufregende Schachtage im Stern-Center zu Ende. „Es ist alles wieder ganz hervorragend gelaufen. Die Resonanz war einfach klasse“, freute sich Siebrecht über zumeist voll besetzte Bretter – sowohl bei den Schulgruppen als auch nachmittags bei den offenen Angeboten. Für 2018 haben das Stern-Center-Management und Siebrecht bereits wieder einen Termin im Januar für eine Schachwoche ins Auge gefasst. Die fünfte Auflage ist Geschichte, die sechste Auflage ist aber bereits in den Köpfen der Verantwortlichen. Die Interessierten im Sauerland wird’s freuen. Schach im Stern-Center ist inzwischen eine veritable Erfolgsgeschichte.

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