8. Lüdenscheider Schachtage

Helmut Hermaneck als Blitz-König der Schachwoche im Stern-Center

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Spitzenspiel: Bei Finale der Blitz-Masters im Stern-Center siegte am Ende Helmut Hermaneck (rechts) vor Adrian Babczyk (links).

Lüdenscheid – Es war der letzte Höhepunkt der 8. Lüdenscheider Schachtage: Die Blitz-Masters am Samstagabend entschied Helmut Hermaneck von der SG Lüdenscheid für sich. Der Halveraner verwies beim Finale der Serie der offenen Blitzturniere der Schachwoche im Stern-Center den Lüdenscheider Adrian Babczyk (SK Meinerzhagen) und Jamel Hellwig, Vorsitzender der SG Lüdenscheid, auf die Ränge zwei und drei.

Fünf offene Blitzturniere mit jeweils zwei Qualifikanten: Eigentlich sollten zehn Akteure die Masters spielen, doch neben Thomas Windfuhr (SG Lüdenscheid, paralleles Verbandspokalspiel) hatte auch Volker Schmidt (MS Halver-Schalksmühle) absagen müssen. So spielten die verbliebenen acht Spieler eine Doppelrunde um den Masters-Sieg. Ein spannendes Turnier war es unter den Augen zahlreicher Kiebitze – mit Marc Schulze (SvG Plettenberg) und Klaus Peter Wortmann (MSHS) gehörten auch zwei frühere Masters-Sieger zu den Zuschauern.

Helmut Hermaneck gab in den 14 Runden drei Punkte ab. 11,0 Zähler reichten ihm knapp zum Sieg. Adrian Babczyk, der mit einem halben Punkt aus den ersten drei Partien ganz schlecht ins Turnier gestartet war, gab zwar ab der 4. Runde nur noch einen Punkt in elf Spielen ab, doch 10,5 Punkten reichten am Ende nicht ganz zum Turniersieg. Jamel Hellwig folgte mit 10,0 Zählern auf Rang drei. 

Auch Linda Becker (SV Hemer) spielte ein tolles Turnier: Die 13-Jährige sicherte sich mit 8,0 Punkten Rang vier. Auf den weiteren Plätzen folgten Christoph Surmann (Dortmunder SV, 6,0), Daniel Babczyk (SK Meinerzhagen, 5,0), Nazmi Gracia (vereinslos, 5,0) und U12-Talent Sokratis Goniadis (SG Lüdenscheid), der direkt nach der U12-Verbandsmeisterschaft in Schalksmühle auch noch das Blitzturnier im Stern-Center spielte und in diesem starken Feld einen halben Punkt holten.

Baltic im Simultanmatch mit einer Niederlage

Vor dem Blitzturnier hatte Fatih Baltic das letzte Simultanmatch der Woche bestritten. Am letzten Tag war es für den FIDE-Meister aus Aachen nicht leicht, war die Gegnerschaft doch eine stärkere als mitunter unter der Woche. Gegen Jens Frase (SK Meinerzhagen) gab Baltic ein Remis ab, gegen Jamel Hellwig musste er sich geschlagen geben und war am Ende durchaus geschafft nach dem Rundlauf an den Schachbrettern.

Für den 18-Jährigen war es die erste Schachwoche im Faszination-Schach-Team von Großmeister Sebastian Siebrecht, eine auch für ihn durchaus lehrreiche. „Bisher habe ich als Schachtrainer eher mit leistungsstärkeren Jugendlichen gearbeitet, hier ist das mit den Anfängern in den Schulgruppen etwas ganz anderes gewesen, ich habe da eine Menge mitnehmen können“, stellte Baltic fest und freut sich nun auf die Schachtage in Remscheid und Essen, die in den nächsten beiden Wochen folgen und in denen er auch dabei sein wird. Nach den sechs Tagen in Lüdenscheid ging es für ihn übrigens am Sonntag nach Belgien zu einem Meisterschaftsspiel in der belgischen Liga. Eine Sieben-Tage-Woche in Sachen Schach…

Das Siegertrio beim Kindercup: (von links) Edwin Cappuyns, Timur Akcapinar und Emily Cappuyns.

Begonnen hatte der Samstag um 11 Uhr mit dem Kindercup, einem offenen Schnellschachturnier für Jungen und Mädchen bis 14 Jahre. Durch die Schulschach-Aktionen der Woche war der Zulauf groß: 16 Jungen und Mädchen spielten mit. In fünf Runden wurde der Sieger ermittelt. Den Sieg beim Kindercup feierte mit Timur Akcapinar ein Gastspieler aus Essen – der Siebenjährige von den SF Essen-Werden ließ damit seinem zweiten Platz aus dem Vorjahr diesmal überlegen den Sieg folgen. Den zweiten Platz teilten sich mit jeweils 4,0 Punkte die Geschwister Emily und Edwin Cappuyns. Für alle 16 Jungen und Mädchen gab es bei der Siegerehrung Schachpreise aus dem Chessbase-Sortiment. Alle gingen zufrieden nach Hause. 

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