1. come-on.de
  2. Sport
  3. Lokalsport

Lüdenscheider Rückzug aus der Verbandsklasse und weiterer Aderlass

Erstellt:

Von: Thomas Machatzke

Kommentare

Schach Lüdenscheid Windfuhr Verbandsklasse Rückzug
Die SG Lüdenscheid um Thomas Windfuhr hat ihr Team aus der Verbandsklasse zurückgezogen. © Thomas Machatzke

Die neuen Spielklassen im Schachverband Südwestfalen stehen. Die SG Lüdenscheid hat kein Team auf Verbandsebene gemeldet. Das gab‘s noch nie...

Märkischer Kreis – Die Corona-Pandemie hat vieles verändert, auch im Schachverband Südwestfalen. Nach der Übergangssaison 21/22 mit einem freiwilligen Spielbetrieb ist es das Ziel des Verbandes, nun im September wieder in einen regulären Spielbetrieb zurückzukehren. Doch bevor es soweit ist, war es erst einmal an Spielleiter Kai Lück (Iserlohn), zu schauen, was vom Personal der Spielklassen auf Verbandsebene in der Abbruchsaison 19/20 übrig geblieben ist und mit diesen Erkenntnissen neue Spielklasse zu konzipieren.

Das Ergebnis ist in Teilen überraschend. Die SG Lüdenscheid, bis zum Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 mit einem ambitionierten Verbandsklassen-Team am Start, hat überhaupt nicht mehr für den Spielbetrieb auf Verbandsebene gemeldet. Für den Fusionsverein, dessen Vorgänger, die Schachvereinigung Lüdenscheid, immerhin einmal in der Bundesklasse NRW, der seinerzeit höchsten deutschen Spielklasse aktiv war, eine traurige Entwicklung.

Auch der SvG Plettenberg ist im Verband nicht mehr vertreten – nach zwei Abstiegen der 1. Mannschaft (von der NRW-Oberliga bis zur NRW-Klasse) ist das Personal so ausgedünnt, dass es nicht mehr für eine Reserve auf Verbandsklassen-Niveau reicht. In Letmathe und Bergneustadt ist es bei den Reserveteams genauso, auch sie haben nicht mehr gemeldet.

Lüdenscheider Rückzug aus der Verbandsklasse und weiterer Aderlass

Für die Saison 22/23 durften Mannschaften, die in der Abbruchsaison 19/20 in der Verbandsklasse noch Aufstiegschancen hatten, auf Wunsch für die Verbandsliga melden. Dieses Angebot des Verbandes haben einige Vereine angenommen – zum Beispiel aus dem Bezirk Sauerland die SF Attendorn, aber auch der SV Hohenlimburg. Und auch bei Ersuchen, aus den Bezirken in die Verbandsklasse nachrücken zu dürfen, war der Verband großzügig, so stieg aus dem Bezirk Sauerland nicht nur der Bezirksliga-Meister 2020, MS Halver-Schalksmühle II, sondern auch der TSV Dahl in den Verband auf.

Kai Lück jedenfalls hatte am Ende 13 Meldungen für die Verbandsliga und 16 Meldungen für die Verbandsklasse. In der Regel spielten in der Vergagenheit zehn Teams in der Verbandsliga und 20 Mannschaften in zwei Verbandsklassen-Staffeln.

Einerseits sind 29 Teams im Spielbetrieb damit fast ein normaler Wert (eigentlich 30), andererseits müssen die Klassen anders zugeschnitten werden: Sowohl die Verbandsliga als auch die Verbandsklasse spielen nun mit zwei Staffeln. Die Saison ist in der regulären Runde kürzer als üblich, dafür schließen sich am Ende noch Entscheidungsspiele um Auf- und Abstieg an.

Entscheidungsspiele nach dem Saisonende am 19. März

Der Spielbetrieb soll am 11. September beginnen. Die 7. und letzte Runde ist für den 19. März terminiert. Danach warten die Entscheidungsspiele. Kai Lück hofft, dass dieser Zeitplan diesmal eingehalten werden kann. Die Klassen des Verbandes Südwestfalen nachfolgend in der Übersicht:

Die klassenhöchsten Mannschaften des Bezirks Sauerland sind in der neuen Saison die SvG Plettenberg und der MS Halver-Schalksmühle, die beide in der NRW-Klasse antreten werden.

Auch interessant

Kommentare