Sportabzeichen in Corona-Zeichen

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Das Sportabzeichen-Prüferteam um Obfrau Ulrike Lechelt (Mitte).

Lüdenscheid – Es ist Donnerstagnachmittag – Sportabzeichenzeit in der Kreisstadt Lüdenscheid.

Die Prüfer, die Übungen und Abnahme in den leichtathletischen Disziplinen im Nattenberg-Stadion überwachen, sind eindeutig in der Mehrzahl gegenüber den Breitensportlern. Doch daran ist ausnahmsweise einmal nicht die Corona-Pandemie schuld, sondern es regnet wie aus Kübeln.

„In der Woche vor Pfingsten sind wir von den Sportabzeichen-Interessenten noch förmlich überrannt worden“, erklärt Ulrike Lechelt, die in dieser Saison das Amt der Sportabzeichen-Obfrau übernommen hat als Nachfolgerin des langjährigen Abzeichen-Bosses Manfred Schulz.

 „Insgesamt läuft es wirklich ganz gut“, konstatiert sie nach den ersten Abnahmewochen trotz Corona-Virus’. Die Bergstädter lassen sich nicht abschrecken, können den Weg zum Nattenberg allerdings auch ganz beruhigt antreten, denn Lechelt und ihr Helferteam haben alle Schutzmaßnahmen penibel umgesetzt und der Stadt Lüdenscheid als Stadion-Eigentümerin im Vorfeld ein schlüssiges Hygiene-Konzept vorgestellt.

Schon der Weg in den Stadion-Innenraum ist genau vorgeschrieben. Dort werden die Abzeichen-Absolventen, die mangels Nutzungsmöglichkeiten der Umkleiden schon in Sportkleidung kommen müssen, von Lechelt und ihrem Helferteam empfangen, dann namentlich in Listen erfasst, bevor es an die ersten sportlichen Einsätze geht. Und auch dort wird akribisch darauf geachtet, wie viele Sportler in welchen Abständen laufen. Sportgeräte wie Kugeln oder Bälle werden nach jeder Nutzung von Neuem desinfiziert, der Weitsprung erfolgt aus einer Zone heraus mit Abstand auch zu den Prüfern, die vom Rand aus die Leistungen erfassen.

So gehen praktisch alle Übungen mit viel Um- und Vorsicht über die Bühne. „Nur den Hochsprung haben wir nicht im Angebot, denn wir können nicht jedes Mal nach einem Sportler die komplette Mattenanlage und Hochsprunglatte desinfizieren, das ginge dann doch zu weit und erfordert zu viel Aufwand“, sagt Ulrike Lechelt, deren Abnahmeplanung aber auch schon das Interesse in einigen Nachbargemeinden geweckt hat.

Apropos Nachbargemeinden: Da bis Freitag das Frei- und Hallenbad am Nattenberg noch geschlossen ist, sind Interessenten an den Schwimmabnahmen zuletzt nach Herscheid ausgewichen. Von der kommenden Woche an aber dürfte die Abnahme auch bei den Lüdenscheider Schwimmmeistern möglich sein.

In der Bergstadt geht’s jeweils donnerstags auch in den kommenden Wochen bis Anfang Oktober darum, im Alter von sechs bis weit über 80 Jahren geforderte Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination zu zeigen, um den Anforderungen für das Deutsche Sportabzeichen gerecht zu werden. Die Erlangung des Abzeichens ist übrigens für Berufseinsteiger bei Polizei, Feuerwehr, Zoll oder auch vielen Studiengängen Pflicht. Neben den leichtathletischen und schwimmsportlichen Übungen sind für das Sportabzeichen auch Prüfungen im Radfahren und/oder Walking notwendig.

Am Samstag Walken und Rad fahren

Die erste Abnahme des Jahres 2020, in dem so vieles anders ist, steigt in diesen beiden Sportarten bereits am kommenden Samstag: Ab 9 Uhr morgens geht’s an der Versetalsperre los: Um 9 Uhr werden die Radfahrer auf die 20 km lange Ausdauerstrecke geschickt, ab 10.15 Uhr die Zeiten im Walking über 7,5 km gestoppt. Parallel dazu erfolgt der fliegende Start für den 200-Meter-Sprint der Radfahrer. Zunächst stehen aber nach der Fronleichnamspause in der vergangenen Woche am Donnerstag ab 17 Uhr wieder einmal die leichtathletischen Übungen und Abnahmen beim kampferprobten Helferteam auf dem Programm.

Informationen

Fragen rund um das Sportabzeichen des Stadtsportverbandes Lüdenscheid beantwortet die Sportabzeichen-Obfrau Ulrike Lechelt z 0 23 51/2 34 25 oder 01 60/98 72 49 63.

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