Fußball

Wenn 24 Stunden fast zu wenig sind

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Mert Can Cetin steht noch bis Sommer am Spielfeldrand bei den A-Junioren des SC Lüdenscheid. Danach wechselt der 20-Jährige zum Hombrucher SV.

Lüdenscheid - Bei mir reichen 24 Stunden manchmal nicht aus“, scherzt Mert Can Cetin. Dabei hat der 20-Jährige durchaus recht, die Programmpunkte an einem normalen Tag häufen sich bei dem Lüdenscheider.

Bei mir reichen 24 Stunden manchmal nicht aus“, scherzt Mert Can Cetin. Dabei hat der 20-Jährige durchaus recht, die Programmpunkte an einem normalen Tag häufen sich bei dem Lüdenscheider. Cetin macht eine Ausbildung zum Zahntechniker, trainiert zudem die A-Junioren des SC Lüdenscheid und streift sich selbst noch sonntags das Trikot des TSV Lüdenscheid über, um dem Ball hinterherzujagen. Doch damit nicht genug, er engagiert sich darüber hinaus in der Politik, ist Kreisvorsitzender der Jungen Union und Geschäftsführer im Stadtverband.

Möglichkeiten nutzen, die sich ergeben

Dennoch versprüht Cetin eine unheimlich positive Energie, die vielen Aufgaben sind keine Last, sondern vielmehr sein Antrieb. „Wenn sich die Möglichkeiten zu den Aufgaben ergeben, sollte man sie auch nutzen“, erklärt der junge Trainer. Und der ehrgeizige Nachwuchscoach beherzigt diese Worte auch. Vergangene Woche beendete Cetin erfolgreich die zweiwöchige Elite-Jugend-Lizenzausbildung des DFB unter 25 Kursteilnehmern in der Fußballschule Duisburg-Wedau. Der Bergstädter war mit seinen 20 Jahren der Benjamin und zudem nur einer von zwei Trainern, die nicht in einem Nachwuchsleistungszentrum tätig sind. Neben ihm absolvierten drei ehemalige Zweitliga-Profis den Kurs und mit Antonio Da Silva (Ex-BVB-Spieler) war sogar ein dreifacher Deutscher Meister mit dabei.

„Das war natürlich etwas Besonderes mit einem Spieler seines Kalibers auf dem Platz zu stehen. Solche Erfahrungen bringen einen immer weiter“, freut sich Cetin über die Duisburger Wochen. Das genaue Prüfungsergebnis liegt noch nicht vor. Allerdings wurde Cetin schon mitgeteilt, dass er die Qualifizierung zur A-Lizenz geschafft hat und damit wie schon zuvor bei der B-Lizenz überdurchschnittlich gut abschnitt.

Hombrucher SV der nächste Schritt

Doch bereits die Super-Lizenz ermöglicht ihm sämtliche Jugendmannschaften bis zur höchsten Spielklasse trainieren zu dürfen. Die Belohnung folgte bereits zuvor, ab dem Sommer übernimmt Cetin zusammen mit seinem Trainerkollegen Hamza El Hamdi die C-Junioren des Hombrucher SV in der Regionalliga. Dann heißen die Gegner Schalke, Dortmund und Köln – nicht wie zuvor Werdohl oder Kierspe. Damit rückt Cetin seinem Traum, eines Tages in einem Nachwuchsleistungszentrum tätig zu sein, ein großes Stück näher. „Diese Erfahrung zu sammeln, reizt mich, ich würde gerne eines Tages im professionellen Bereich als Trainer arbeiten, da ist Hombruch der erste Schritt. Dennoch steht für mich der Beruf an erster Stelle“, stellt er klar.

Nach der Beendigung seiner Ausbildung im Januar möchte der Lüdenscheider ein Studium der Zahnmedizin beginnen. Auch mit der eigenen Spielerkarriere soll im Sommer nicht Schluss sein, trotz viermaligen Trainings in der Woche beim Hombrucher SV. Ohne Unterstützung seiner Eltern ist dies nicht zu stemmen. „Ich bin ihnen sehr dankbar. Zu Hause brauche ich mich um nichts zu kümmern“, freut sich Cetin. Auch in Zukunft werden 24 Stunden für einen Tag bei Cetin fast zu wenig sein.

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