Fans als Zusatzkraft für geschwächte HSG

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Muss seine Laufbahn im HSG-Trikot wegen anhaltender Kniebeschwerden wohl vorzeitig beenden: Rückraum-Hüne Daniel Kahlstadt.

Lüdenscheid - Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid steht vor drei „Mendener Wochenenden“, die es dem Schnippering-Team nicht leicht machen werden, sich vom Tabellenende nach vorn zu arbeiten.

Den Auftakt zu den Duellen mit den Klubs aus der Nordkreis-Stadt bildet der Vergleich mit dem TV Schwitten am Samstagabend (19.15 Uhr, Sporthalle am Stadtpark), der es in sich hat: Denn der Gast kommt als Tabellenvierter mit nur einer Niederlage belastet in die Bergstadt und zählt auch in dieser Saison zum Favoritenkreis im Kampf um den Aufstieg. Die HSG dagegen schlägt sich mit der Bürde des durch vier Niederlagen verhagelten Saisonstarts herum. Dass der vor allem dem Verletzungspech geschuldet ist, das in Hombruch darin gipfelte, dass gleich vier Rückraumhalbe (Lausen, Walter, Kahlstadt und Bölling) und drei Abwehrchefs (Miossec, Froitzheim und Elverfeld) ausfielen, ist unbestritten. Aber es bessert auch nicht das Punktekonto der Bergstädter auf. Und inzwischen erhielt die HSG eine weitere Hiobsbotschaft: Rückraum-Hüne Daniel Kahlstadt wird infolge seiner erneuten Knieverletzung seine Karriere wohl vorzeitig beenden. Das rückt die positiven Meldungen – Neuzugang Dennis Froitzheim steht vor der HSG-Premiere, Sebo Bölling wird sein Comeback versuchen und erstmals sitzt auch Rekonvaleszent Benno Walter wieder mit auf der Bank – in den Hintergrund, zumal Sören Miossec, Lukas Elverfeld und Phil Lausen weiter verletzt ausfallen.

„Es wird ein ganz hartes Stück Arbeit“, unkt Trainer Volker Schnippering deshalb keineswegs: Spielertrainer Tihomir Knez, Linkshänder Torsten Becker, Linksaußen Sven Becker, Tobias Birk, Keeper Kevin Peichert und Co. bilden eine eingespielte und niveauvolle Einheit. „Gegen den TV kannst du von der Abwehrarbeit her keine Position vernachlässigen, bei Schwitten ist jeder torgefährlich“, warnt der Lüdenscheider Coach. Nur wenn es der HSG gelingt, ein wirkungsvolles Gegenstoßspiel aufzuziehen und im aufgebauten Angriff die 6:0-Abwehr der Gäste in Bewegung zu bringen, darf sie sich Hoffnungen machen, gegen den TV zu punkten wie in der Vorsaison, als sie den 26:25-Sieg auch der „dichten Atmosphäre“ im Ausweichquartier Stadtpark verdankte. - jig

HSG: Kapp, Weigt – Winkhaus, Bölling, Walter, Jaschke, Kroll, Kämper, Froitzheim, Baberg, Füller plus Ergänzungen aus dem Aufgebot der Reserve

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