Handball-Landesliga, Frauen

HSG-Offensivpower

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Die in Halbzeit eins überragende Melanie Schäfer (rechts) übersprintet Vanessa Bisping.

Lüdenscheid - Mit viel Spaß, Tempo und Leidenschaft mischen die Handballerinnen der HSG Lüdenscheid als „Underdog“ weiter die Landesliga auf, setzten sich am Samstag letztlich auch klar gegen den Namensvetter aus Wetter/Grundschöttel mit 32:24 (14:11) durch und setzen sich in der Spitzengruppe fest.

Dass nicht alles Gold war, was glänzte, und dass der Gast nur mit einem Rumpfaufgebot angetreten war – letztlich geschenkt. Denn die Nebert-Truppe hatte von Beginn an deutlich gemacht, dass sie die Punkte unbedingt wollten und nur ein einziges Mal die frühe 3:0-Führung abgegeben – beim 5:5.

Trainer Detlev Nebert konnte nach Schlusspfiff gut damit leben, dass sein Team mitunter die 6:0-Deckung „eigenwillig, offensiv“ (der frühere Frauentrainer Peter Browarski) interpretiert hatte und die – wie in der Schlussphase auch Kind – einmal mehr sehr ordentlich haltende Torfrau von Oepen gegen die flinken Gerhartz und Streicher sowie die durchsetzungsstarke Pohl vor nicht lösbare Aufgaben stellte. Und letztlich auch, dass die Gastgeberinnen nach komfortabler Führung (10:5, 20.) den Sack nicht schon frühzeitig zumachten.

Obwohl der aufopferungsvoll kämpfende Gast nie resignierte und beim 19:21 (45.) noch auf Schlagdistanz war, hatten die Zuschauer nie das Gefühl, dass die Partie den Bergstädterinnen noch aus den Händen gleiten könnte. Zu stark war nämlich deren Offensive.

War es vor dem Wechsel vor allem die überragende Schäfer (sieben der ersten zehn Tore), die sich wie eine Slalomläuferin durch Wetters Deckung tankte, drückte nach Wiederbeginn die zuvor glücklose Schmale mit fünf Treffern der Partie ihren Stempel auf. Insgesamt acht „leichte“ Tempotore, dazu deren ungewohnt starke neun von Außen (Hein 5, Murat 3 und Schnabel) machten die Lüdenscheider Angriffspower deutlich, die schließlich auch in mehr als 30 Treffern mündete.

Lüd.:  von Oepen (1.-47.), Kind (ab 47.) – Hein (6), Gruhn, Knobel (1), Wagemeyer (2), Schäfer (8), Mühlbauer (1), Schnabel (1), Justyna, Schmale (5), Lukowski (5/1), Murat (3)

W/G:  Wieczorek, Scholz (n.e.) – Gerhartz (7), Trost (4/1), Pohl (5/1), Pozuelo (2), Bisping (1/1), Michelsen (1), Streicher (4)

Schiedsrichter: Hartwig/Wetzel (Hagen)

Zeitstrafen: Lüd. 2; W/G: 4

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