HSG entpuppt sich als „Wilde 13“

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Von Volmetals Philipp Messarius und Co. nie zu bremsen: HSG Lüdenscheids Kreisläufer und Klubchef Sören Miossec.

Lüdenscheid - Knapp 150 Besucher am Stadtpark sahen zwar kein spielerisches Feuerwerk des Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid beim 31:30-Sieg über den TuS Volmetal, aber sie erfreuten sich an 60 Minuten knallharter und ehrlicher „Maloche“ der Bergstädter.

„Die Mannschaft hat sich wieder als echte Einheit entpuppt. Alle haben an einem Strang gezogen. Das will ich sehen, deshalb habe ich meine Handballpause beendet und bin auf die Trainerbank zurückgekehrt“, freute sich HSG-Coach Volker Schnippering über seine entschlossene und kampfstarke „Wilde 13“, die er gegen die Volmetaler aufs Parkett geschickt hatte.

Dann sieht er auch darüber hinweg, dass noch längst nicht alles „passt“ und dass unübersehbare Schwächeperioden mitunter die Spiel-Endphasen spannender machen als erhofft. So auch am Samstag beim Arbeitssieg über die ebenfalls nie resignierende Volmetaler Reserve: Nach gutem Start folgten Abschlussschwächen in Halbzeit eins und – als es nach dem Pausenkorrektiv vorne immer besser lief – mancher Aussetzer in der Defensive.

Immerhin aber stießen die Bergstädter immer wieder da hinein, wo der Gast verwundbar war. „Wir hatten TuS-Probleme bei Übernahme und Übergabe im offensiv ausgerichteten Zentrum ausgemacht, da wollten wir ihn packen.“ Im Verbund mit dem anspielenden Rückraum war es Sören Miossec, der voran marschierte und mit toller Quote für eine Dauerführung nach der Pause sorgte.

Auch Deckungs-Spezialist Stefan Froitzheim gelangen rein über die Willenskraft zwei Tore. Zudem setzte die „Maschine“ in der Phase, in der die HSG hinten nach zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führungen wieder ins Wanken kam, weil die Kräfte schwanden, mitentscheidende Zeichen, als er nacheinander Messarius, Bojda und Wegener in der Luft regelrecht „verhungern“ ließ. Letzteres zwar verbunden mit einer Zeitstrafe durch die sehr guten Unparteiischen Backwinckel/Pfeifenroth (Herdecke/Dortmund), doch da war die HSG beim 31:28 fast durch. Und auch wenn es am Ende noch eng wurde und sich Schwachpunkte („18 Gegentore nach der Pause sind zu viel“) einschlichen: An den Schwächen wird Schnippering arbeiten. Und solange seine Schützlinge aber in den kommenden Spielen geschlossen Vollgas geben, wird die gute Stimmung dem HSG-Lager erhalten bleiben.

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