„Rote Wand“ kein Hindernis für die HSG

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Sechs Tore und eine starke Vorstellung beim HSG-Auswärtserfolg in Schwelm: Phil Lausen.

Schwelm - Ob „Rote Wand“ oder „Hölle West“: Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid hat sich am Sonntagabend reichlich unbeeindruckt gezeigt von allen Wortschöpfungen im Vorfeld der Partie bei der TG RE Schwelm und beim 25:20 (11:11) einen absolut verdienten Auswärtssieg eingefahren.

Von Axel Meyrich

Der Erfolg der Bergstädter vor guter Kulisse in der Sporthalle West – darunter ein lautstarker HSG-Anhang, der mit fortlaufender Spieldauer stimmlich immer mehr die Oberhand gewann –, er hatte mehrere Väter. Torhüter Marvin Kapp zum Beispiel, der nahezu über 60 Minuten konstant gut hielt, aber auch die beiden Rückraumhalben „Benno“ Walter und Phil Lausen, die in den entscheidenden Phasen der Partie meist zur Stelle waren. Vor allem aber traten die Gäste deutlich mehr als mannschaftlich geschlossene Einheit auf und produzierten am Ende weniger Fehler als die im zweiten Abschnitt stark nachlassende Henning-Sieben.

Gleich mehrfach wechselten in den ersten 30 Minuten die Führungen. Im Duell der Abwehrsysteme 5:1/3::2:1 (HSG) gegen zunächst 6:0 (TG) hatte Lüdenscheid optisch leichte Vorteile, wurde aber für gute Abwehrarbeit mehrfach durch die schwachen Unparteiischen Borkenhagen/Baum nicht belohnt. Das 11:11 zur Pause, es schmeichelte unterm Strich den Gastgebern.

Wesentlich präsenter kamen die Bergstädter aus der Kabine. Jaschke, Walter, Broscheit und Lausen sorgten bei einem Gegentreffer von Schmitz schnell für einen 3-Tore-Vorsprung, der fortan nicht mehr kleiner werden sollte. Beim 16:22 durch Kämper nach feinem Füller-Zuspiel von Linksaußen an den Kreis (45.) roch es sogar nach einer ganz deutlichen Angelegenheit, doch ein wenig wacklig wurde die HSG dann gegen Ende doch noch. Der eine oder andere nun überhastete Abschluss und zu hektisches Umschalten in den Gegenstoß ließen Schwelm zum 19:22 aufschließen. Allerdings produzierte der Tabellenneunte weiterhin derart viele einfache Fehler, dass die HSG spätestens nach den Treffern von Walter und Kahlstadt zum 20:24 (56.) den Sack zugemacht hatte.

TG: Litzki (1.-43.), Echterling – Rode (2/2), Klippel (3), Monsees (1), Wojtek, Schmitz (3), Mperzigiannis (5), Meuren (4), Möller (1), Käsebier, Kollbach (1), Arndt, Gundlach

HSG: Kapp, Bahr (n.e.) – Bölling, Füller (1), Walter (7), Kämper (3/1), Broscheit (3), Jaschke (3), Kahlstadt (2), Kroll, Miossec, Lausen (6)

Schiedsrichter: Borkenhagen/Baum (Arnsberg)

Zeitstrafen: TG 1, HSG 3

Zuschauer: 300

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