Heimpremiere für Box-Profi Yasir Malik

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Yasir Malik (links) wurde für die Lüdenscheider Box-Nacht vom Bergstädter Ex-Boxer Gafur Dermann fit gecoacht.

Lüdenscheid – Er wirkt ein bisschen nervöser als sonst, aber kein Wunder: Yasir Ahmed Malik, Bergstädter Profiboxer mit pakistanischen Wurzeln, bestreitet schließlich am Samstag seinen fünften Profikampf in seiner sauerländischen Wahlheimat bei der großen Profiboxnacht in der Schützenhalle am Loh.

Ein Kampf, vor dem die Voraussetzungen alles andere als günstig waren, denn der 25-Jährige hatte in diesem Jahr eine lange krankheitsbedingte Boxpause einlegen müssen und seinen Lebensmittelpunkt von Dortmund wieder zurück in die Bergstadt verlegt, wo er einer Teilzeitbeschäftigung nachgeht und inzwischen – zumindest teilweise – auch trainiert.

Und zwar bei einem alten Bekannten der heimischen Boxszene: Gafur Dermann, der das Boxtraining im Red Fitness-Studio leitet und auch Malik fit getrimmt hat für den Kampf am Samstag. Jede Menge Sparringsrunden, Pratzentraining, Arbeiten mit dem Sandsack, Intervall- und Taktiktraining standen auf dem Programm. Der Lüdenscheider Sportler des Jahres 2000 „quälte“ seinen Nachfolger von 2019 insgesamt zweimal täglich über 133 Sparringsrunden und 200 Laufkilometer, um Kondition für die sechs Runden zu haben, über die sein Schützling, der außerdem auch noch in Iserlohn beim 36-jährigen Mendener Profi Andreas Maier trainiert, eventuell am Samstagabend gehen muss.

Eigentlich waren 2019 nur Kämpfe von acht Runden an aufwärts geplant, um sich an Prädikatskämpfe heranzuarbeiten, aber der Super-Weltergewichtler hat Abstriche machen müssen: „Ich habe lange nicht trainieren können, deshalb muss ich wieder für längere Distanzen aufgebaut werden“, will der mitunter sehr nachdenkliche Boxer, der nach dem Ende seiner Karriere gern Jugendliche von der Straße hin zum Sport holen möchte, auf den Weg zurück in den Ring nichts „überpacen“.

 Für Samstagabend hat er sich dennoch klar einen Sieg vorgenommen, um seinen Kampfrekord weiter auszubauen. Sein Gegner ist ein erfahrener Fighter. Der Serbe Zoran Sekularac hat 25 Profikämpfe bestritten und darf bei 17 Siegen und 8 Niederlagen als Mann vorzeitiger Entscheidungen gelten: 13 seiner Duelle gewann der Routinier vorzeitig, unterlag aber auch in sieben von acht Niederlagen durch K.o.

Für Malik dürfte es sicher ein Handicap sein, dass der Kampf am Anfang der vierten Ramadan-Woche stattfindet, denn der gläubige Moslem hält sich streng an die Regeln und nimmt Getränke und Nahrung erst nach Sonnenuntergang zu sich. Einzige Ausnahme: am Samstag vor dem Kampf wird Malik auch tagsüber essen und trinken, um nicht komplett ausgelaugt in den Ring steigen zu müssen. Eines ist gewiss: Der „Lüdenscheider Junge“ wird alle Kräfte mobilisieren, um seine vielen Freunde in der Heimatstadt nicht zu enttäuschen.

Wiegen im Stern-Center

Bereits am Freitag präsentieren sich die Faustkämpfer der Lüdenscheider Öffentlichkeit. Ab 16 Uhr zeigen die Athleten vom Boxing-Team 23 im Rahmen einer Vorführung im Stern-Center ihr boxerisches Können. Ab 17.30 Uhr kommt es zum öffentlichen Wiegen im Stern-Center.

16 Kämpfe geplant

Die Boxnacht beginnt am Samstag ab 18 Uhr in der Schützenhalle Loh, insgesamt 16 Kämpfe werden ausgetragen. Tickets unter: info@mss-boxing.de oder im Stern-Center bei Klein-Oho für 20 Euro sowie an der Abendkasse (25 Euro).

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