RWL drohen in Rothemühle gleich neun Ausfälle

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Marcel Schönrath (links) und seine Rot-Weiß-Teamkollegen fahren mit einer stark ersatzgeschwächten Truppe zum Landesligaabsteiger nach Rothemühle.

Lüdenscheid - „Das habe ich gar nicht mehr für möglich gehalten, doch es ist tatsächlich so. Dabei wollte ich wirklich nicht mehr klagen.“ Die personellen Sorgen von Rot-Weiß Lüdenscheids Trainer Thomas Dregger haben sich vor dem Gastspiel am Sonntag (15 Uhr, Sportplatz Rothemühle) bei Landesligaabsteiger SV Rothemühle noch einmal verschärft.

Von Jörg Hellwig

Und damit auch die Sorgen, in der Tabelle noch weiter abzurutschen: „Ich habe schon zur Winterpause gesagt, dass wir keineswegs aller Sorgen ledig sind. Jetzt haben wir mit Rothemühle und dann gegen Altenhof noch zwei ganz dicke Bretter zu bohren. Wesentlich einfacher wird’s danach zwar auch nicht, aber dann müssen wir punkten“, blickt der Coach in die nahe Zukunft, unterstreicht aber: „Wir fahren nicht nach Rothemühle, um dort einfach die Punkte abzuliefern. Wir hatten auch in der Vorwoche personelle Probleme und haben in der zweiten Halbzeit gut gespielt. Das macht mir Hoffnung“, gibt sich der Coach kämpferisch und freut sich, dass ihm dank spielfreier A-Junioren Alternativen zur Verfügung stehen, auch wenn die sich erst an die raue „Seniorenluft“ gewöhnen müssen. „Vier bis fünf Jugendliche müssen wir wohl vorsichtshalber mitnehmen.“

Denn die Ausfallliste ist riesig: Zum Langzeitverletzten Scheerer (Schulter-OP), Maas (Arbeitsunfall), Besirlioglu (Leistenverletzung) und Carbotta (Achillessehne) gesellt sich erneut Sattler (Grippe-rückfall). Hinzu kommen Albrecht (studienbedingt), Urbas (Zahn-Op), Platt (privat verhindert) und wohl auch Neuzugang Güzelcümbüs (Verdacht auf Muskelfaserriss).

Aus der Jugend sicher dabei sind Stürmer Lukas Finke und Mittelfeldspieler Richard Dissing, die weiteren Akteure werden positionsgetreu danach ausgesucht, wo’s dem Coach am meisten unter den Nägeln brennt.

Mit dem Rückenwind der zweiten Halbzeit gegen Salchendorf, als nur die Torausbeute nach Großchancen nicht stimmte, will „Dreggi“ mit seiner Truppe versuchen, „irgendetwas Zählbares mit nach Hause zu bringen.“

Keine leichte Aufgabe bei der Elf des zum Saisonende nach Freudenberg wechselnden Maik Wolf. Der hat nämlich mit Sinaba, dem Ex-Werdohler Sönmez, Sahli, Morillo Rigau, Großmann, Keeper Adiller und Co. ein gutes halbes Dutzend Akteure mit höherklassiger Erfahrung in seinen Reihen, die sich bislang als Tabellensechster zweifllos noch unter Wert verkauft haben.

RWL: Brackmann, Reich – Vassos, Dunkel, Katsaros, Jindou, Kellermann, Sommer, El Hadje, Schönrath, Dissing, Rizzi, Güzelcümbüs (?), Finke plus zwei bis drei weitere A-Juniorenspieler

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