Handball-Landesliga

HSG verteidigt ihre "Heimfestung" 

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In der entscheidenden Schlussphase nach schwachem Beginn dann doch auf den Erfolg fokussiert: Niclas Beckmann. 

Lüdenscheid – Die Festung hat gewackelt, aber letztlich dann doch Stand gehalten: Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid bleibt in der BGL-Sporthalle eine Macht, feierte am Samstagabend beim 31:27 (14:14) über die TG Rote Erde Schwelm den zehnten Heimsieg in Folge und verteidigte Rang drei.

Zum Schluss standen die Fans wieder und feierten das Team von Trainer Volker Schnippering wieder, zwischenzeitlich aber war es auf den Rängen doch verdächtig ruhig geworden. Denn die HSG knüpfte zu keiner Phase an die Leistung an, mit der sie 14 Tage zuvor Aufsteiger Westfalia Hombruch die erste Saisonniederlage beigebracht hatte.

„Viel zu körperlos“, hatte Schnippering sein Team in der ersten Halbzeit gesehen, als die HSG nach gutem Start (5:2, 7.) den Faden verlor, phasenweise gar mit drei Treffern (9:12, 22.) in Rückstand geriet, um schließlich noch mit 14:14 die Seiten zu wechseln. Die HSG griff hinten nicht wie gewohnt beherzt zu, sondern ließ die Schwelmer mit ihrem Rumpfteam beinahe unbehelligt spielen. Genau das, was die Gäste am besten beherrschen. Meist von Außen löste die Rode-Sieben zum zweiten Kreisläufer hin auf und die schufen Platz – entweder für den starken Mperzigiannis im Rückraum oder den gegenüberliegenden Außen – oft Köhrer, der aber auch von vielen anderen Positionen traf. Der gute HSG-Keeper Kämmerer, der sich mit Gegenüber Pape praktisch auf Augenhöhe bewegte, sah sich immer wieder Eins-gegen-Eins-Situationen ausgesetzt.

Und vorne? Mit dem angeschlagenen Torjäger Phil Lausen, der sich zunächst zurückhielt, an der Spitze stießen die Bergstädter zu selten in die Nahtstellen der Schwelmer 6:0-Abwehr, in der Mperzigiannis und Routinier Ohrmann einen stabilen Innenblock bildeten.

Mit zunehmender Spieldauer vermisste der HSG-Trainer auch nach Wiederbeginn trotz verbesserter Defensive noch das vom ihm geforderte „gnadenlose Tempospiel“: Das pflegte mit schneller Mitte und über Köhrer eben sogar der trotz des Debüts von Ex-Oberligaspieler Kliche nur schmal besetzte Gast – freilich nur in der Vorwärtsbewegung. Das Rückzugverhalten der Gäste – vom eigenen Keeper schon vor der Pause gerügt – offenbarte gerade nach Wiederbeginn doch reichlich Schwachstellen. Von der HSG aber lange ungenutzt, und so blieb die Partie bis elf Minuten vor Schluss offen, nachdem die Hausherren mehrere Drei-Tore-Führungen nicht hatten nutzen können, um sich entscheidend abzusetzen.

21:20 und 23:22 führten die Gastgeber lediglich bis Minute 49, dann hatten die Bergstädter aber doch mehr Substanz: Lausen legte zum wiederholten Male jegliche „Schonhaltung“ ab, der bärenstarke Füller und Weichelt gaben nun viel Gas und auch Beckmann war nach schwacher erster Hälfte nun stark auf den Sieg fokussiert, über 25:22 und 30:25 langte es zum schließlich verdienten Arbeitssieg.

HSG: Kämmerer, Müller (n. e.) - Beckmann (4), Hurlbrink (2), Füller (6), Plate (3), Ahmad, L. Weichelt (2), Kroll, Lausen (8/1), Fenner (3/1), C. Broscheit (3), Nitsch

TG RE: Pape, Wernscheid (n.e.) - Monsees (1), Mperzigiannis (7), Ohrmann, Köhrer (10), Kleinschmidt (1), Möller (2), Fähmel (3), Kliche (3)

Schiedsrichter: Schubert/Soyck (Kierspe/Siegen)

Zeitstrafen: HSG 2, TG RE 2

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