Fußball

LTV 61 läuft eigenen Erwartungen hinterher

+
Da war die Welt noch in Ordnung: Mit einem 2:1 gegen Ennepe war der LTV in die Saison gestartet.

Lüdenscheid – Der LTV 61  stellt im Kreisliga-Oberhaus eine große Enttäuschung dar. Und das hatte auch schon Konsequenzen, denn nach dem 1:2 beim TuS Ennepe trennte sich der Verein am 18. November von Trainer Niko Douros.

Die Ausgangslage

Schon frühzeitig wurden die personellen Weichen gestellt, wobei der einzige Abgang ein schwerwiegender war, denn Toptorjäger André Schüngel zog es zum Landesligisten FSV Werdohl. Doch insbesondere im Offensivbereich wurde auch nachgelegt.

Der bisherige Verlauf

Einer höchst intensiven Vorbereitung folgte mit zwei Auftaktsiegen ein vielversprechender Start, doch schon die 2:3-Heimpleite gegen den TSV Rönsahl vor dem Stadtfest-Wochenende und das folgende 0:2 im Prestigeduell gegen den SV Hellas markierten den frühen Wendepunkt. Fünf Siege, zwei Unentschieden und neun Niederlage, in der Summe 17 Punkte und Tabellenplatz 11 stehen zu Buche – angesichts eines 23-Punkte-Rückstandes auf Primus TuS Neuenrade haben sich alle Ambitionen längst erledigt.

Bei der Ursachenforschung tun sich die Verantwortlichen schwer, denn Baustellen gab es reichlich. Der Schuh drückt sowohl im Defensiv- als auch im Offensivbereich. Bester Torschütze war Kosta Mergas, der immerhin sechsmal einnetzte. Aus Spielerkreisen wurde Kritik an Douros laut, dass im Training zuviel Wert auf Taktik gelegt würde und das „Körperliche“ zu kurz käme.

Die Vorbereitung

Nachdem auch unter Neu-Trainer Yusuf Cilingir die letzten beiden Meisterschaftsspiele vor der Winterpause verloren wurden, brachte auch die Hallensaison kaum positive Aspekte. Ob beim KSC-Turnier, den Stadtmeisterschaften, dem Mitternachtsturnier des TuS Ennepe oder der Vorrunde beim Volksbanken-Wintercup – für eine vordere Platzierung reichte es nie.

Lässt es die Witterung zu, geht es ab dem 29. Januar wieder auf den Platz, wobei zunächst die konditionelle Basis gelegt werden soll. Neben den Trainingseinheiten bilden zumindest fünf Testspiele den Schwerpunkt der Vorbereitung. Unter anderem geht es gegen Türk Attendorn darum, wieder auf Wettkampftemperatur zu kommen.

Das Personal

Die gravierendste Entscheidung fiel schon im November mit der Installierung Cilingirs als Trainer. Ursprünglich sollte der Vollblutstürmer und mehrfache A-Liga-Torschützenkönig die gegnerischen Keeper in Angst und Schrecken versetzen, war aber viel zu häufig verletzt. Nunmehr wird sich der 32-Jährige voll auf den Trainerjob konzentrieren.

Bezüglich des kickenden Personals wird es einige Veränderungen geben. Mergas ist zum Bezirksligisten SC Drolshagen gewechselt, Leonidas Kiligaridis zum B-Ligisten TuS Stöcken-Dahlerbrück, dazu stehen Keeper Daniele Mäkler, Kim Marczinkowski und Michael Zakrzewski verletzungsbedingt oder aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Dafür werden Akteure wie Tobias Knipps, Robin Skerath oder auch Tolga Sert, die über weite Strecken in der B-Liga-Reserve zum Einsatz kamen, wieder zur „Ersten“ stoßen.

Der Ausblick

Drei bzw. vier Punkte Vorsprung auf die beiden Abstiegsplätze – das ist nicht viel. Von daher gilt die Devise, im 10 Spiele umfassenden Schlussspurt so schnell wie mögliche Abstand zu gefährdeten Zone zu bekommen.

„Erst einmal will ich zusehen, dass die Jungs durch ein abwechslungsreiches Training wieder Spaß haben. Dann müssen wir uns über Siege, am besten schon in den Testspielen, Selbstvertrauen holen, denn das ist gänzlich verloren gegangen. Ich will Herz, Willen und Leidenschaft in den Spielen sehen“, sind das die Eckpfeiler für Cilingir, um eine schon verkorkste Saison wenigstens noch zu einem versöhnlichen Ende zu bringen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare