Handball, Frauen

HSG siegt nach dramatischer Schlussphase 

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Sechs Sekunden vor Schluss nahm HSG-Coach Detlev Nebert (hier mit Alisa Knobel) eine Auszeit.

Drolshagen - Das war knapp: Gerade mit 19:18 (8:7) setzten sich die Handballerinnen der HSG Lüdenscheid beim sieglosen Schlusslicht TuS Drolshagen durch.

Damit zählen die Bergstädterinnen mit 10:4-Zählern aktuell weiter zur Ligaspitze, doch für den Realisten Detlev Nebert auf der HSG-Bank nur eine schöne Momentaufnahme: „Zehn Punkte sind eine tolle Ausbeute, am Ende der gesamten letzten Spielzeit hatten wir nur 16. Aber für uns ist jeder Punkt einer für den Kampf um den Ligaverbleib, wenn's dann fürs Mittelfeld reicht, umso schöner.“

Gerade aber der Konkurrenz, die schon mit dem Rücken zur Wand um den Klassenverbleib kämpft, zollt Nebert Respekt. „Der TuS Drolshagen hat gezeigt, dass er den Abstiegskampf angenommen hat, da ging’s mächtig zur Sache“, verwies er auf die harte Gangart der TuS-Frauen um die Ex-HSGerin Alina Gurke in der Sporthalle Wünne. Unterm Strich blieb die Partie deshalb auch eine umkämpfte mit einer hochdramatischen Schlussphase, die spielerisch etliche Wünsche offen ließ.

Die HSG erwischte einen ganz schwachen Start, leistete sich viele Ballverluste. Die Spies-Sieben des TuS kam wesentlich besser aus den Startlöchern und führte nach 13 Minuten mit 5:2. Ganz zäh arbeitete sich die HSG heran und schaffte kurz vor dem Wechsel durch Lukowskis Siebenmeter und Wagemeyer die Wende zur 8:7-Führung.

In Halbzeit zwei ließ es sich dann zunächst gut an für die HSG, bei der Annika Gruhn mit abgezockter Leistung auf ungewohnter Linksaußenposition positiv überraschte. 14:10 hatten die Gästefrauen nach 40 Minuten die Nase vorn, schafften es aber auch bei mehreren Drei-Tore-Führungen in der Folge nicht, den Sack zuzuschnüren.

Stattdessen führten sie nur noch knapp mit 19:18, als Heidbüchel 38 Sekunden vor Schluss verkürzte. Den Ball schenkte die HSG aber rasend schnell durch einen Abspielfehler her. 23 Sekunden vor Schluss nahm Drolshagen eine Auszeit, machte es jedoch nicht besser und verdaddelte die Kugel ebenso. Sechs Sekunden vor dem Ende dann warf Nebert die Grüne Karte – mit Erfolg, die HSG spielte ruhig zu Ende.

TuS: Rissmann – Ickler (8/4), A. Dzelili (1), Schwarzelmüller, Allebrodt (1), Kakuschki (2), Heidbüchel (4), Schaumann, Gurke (1), Dornseifer, Berg, Canarius, Peisz (1)

HSG: von Oepen, Kind – Hein, Gruhn (3), Knobel (2), Wagemeyer (1), Schäfer (2), Mühlbauer (1), Schnabel (2), Lukowski (5/3), Murat

Schiedsrichter: Ackermann/Hakimov (Hagen)

Zeitstrafen:  TuS 3, HSG 0

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