Handball-Landesliga

Neue "letzte" Chance

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Einsatz bei der DJK SG Bösperde akut gefährdet: HSG-Torjäger Phil Lausen (beim Wurf).

Lüdenscheid – Wieviel „letzte Chancen“ mag es im Kampf um den Ligaerhalt von Sportlern wohl geben? Geht’s rein rechnerisch zu, ist Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid von dieser allerletzten Rettungsgasse sicher noch ein Stück entfernt. Und doch hat das Hinrundenfinale bei der DJK SG Bösperde (Samstag, 19.00 Uhr, Sporthalle Bahnhofstraße) in Menden herausragende Bedeutung für das Schlusslicht aus der Bergstadt.

Rang elf der Bösperder nämlich ist die Platzierung, die den Klassenerhalt garantiert, während einer von vier Zwölftplatzierten nur im Idealfall die Chance hat, über eine Relegationsrunde ebenfalls auch in der nächsten Saison noch um Landesligapunkte zu spielen. Und Bösperde hat bereits sieben Zähler Vorsprung auf die Truppe von HSG-Neucoach Stephan Nocke.

Eine neue Niederlage in Menden mit dann sieben bis neun Punkten Rückstand könnte fatale Auswirkungen für das Selbstvertrauen der Gäste vor dem Rückrundenstart haben. Und die Voraussetzungen sind nicht eben gut für die Bergstädter: Denn in der Vergangenheit hätten die Lüdenscheider die Punkte ebenso gut mit der Post nach Menden schicken können, weil es dort nichts zu ernten gab. Hinzu kommt, dass die HSG arg um den Einsatz von Torjäger und Kapitän Phil Lausen zittern muss, der sich bei der unglücklichen Heimniederlage gegen Plettenberg/Werdohl am Knie verletzte.

Fragezeichen stehen für Samstag auch noch hinter den Namen von Ben Schmidt (rechtzeitige Urlaubsrückkehr ungewiss) und Routinier Daniel Adam (Knieprobleme). Zudem liegt der HSG weiter nicht die Freigabe von Keeper Colin Reid von den Rhein Vikings vor, die freilich angesichts ihrer Insolvenz derzeit große Probleme haben.

 „Ich habe großen Respekt vor Bösperdes Trainer Hendrik Ernst, klasse, was er trotz – ich glaube – allein fünf Kreuzbandrissen aus seiner Truppe noch alles herausholt“, lobt HSG-Coach Stephan Nocke seinen Gegenüber auf Mendens Bank, der vor allem vom Tempospiel oder den Rückraumtreffern des alles überragenden Halblinken Max Wergen lebt.

Trotz allem: Die HSG hat sich nicht aufgegeben und tut das auch weiter nicht. „Ich denke, dass wir uns in Bestbesetzung nicht hinter Bösperde verstecken müssen“, sagt Nocke, „aber so wird es sehr, sehr schwer. Aber das Team ist nach wie vor motiviert und intakt, das macht mir für die Rückrunde Hoffnung. Da müssten wir dann 17 bis 18 Punkte holen, aber wir sind natürlich Realisten genug, zweigleisig zu planen.“

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