Viel Bereitschaft zur personellen Erneuerung

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Die vier Gewählten des Abends: (von links) Jörn Knobel, Stephanie Messing, Inge Turck und Gerhard Schnell.

Lüdenscheid – Dem Brandbrief im Vorfeld der Jahreshauptversammlung folgte Aufbruchstimmung am Abend der Tagung: Die Leichtathletik-Gemeinschaft Lüdenscheid stellte sich am Freitagabend im Jugendraum des Nattenberg-Stadions personell in Teilen neu auf für die Aufgaben der Zukunft. Neuer 1. Vorsitzender und Nachfolger des im Vorfeld zurückgetretenen Jörg Hempel ist derweil einer von den „Alten“: Gerhard Schnell, der den Vorsitz jüngst an Hempel weitergegeben hatte und ins zweite Glied hatte rücken wollen.

Von Thomas Machatzke 

Der Wahlvorgang war am Nattenberg ein überaus pragmatischer: Eigentlich war er bereits abgeschlossen, als mit Axel Turck ein Wortführer der Versammlung darauf drängte, kein Jahr ohne 1. Vorsitzenden vergehen zu lassen. Sein Appell wurde von den mehr als 50 Mitgliedern befürwortet. So ließ sich Gerhard Schnell, der bis zu diesem Zeitpunkt mangels Alternative die Geschäfte als 2. Vorsitzender ohne einen 1. Vorsitzenden weiterzuführen gedacht hatte, überreden, doch noch einmal für den Vorsitz zu kandidieren und bis zur nächsten Jahreshauptversammlung seine Nachfolger im Vorstand einzuarbeiten. Aber 2015 – das machte Schnell klar – will er kein Vorstandsamt mehr bekleiden.

Der Vorstand hat derweil zwei neue Gesichter und darüber hinaus mehrere Anwärter, die als Nachrücker in Frage kommen: Jörn Knobel wurde zum neuen 2. Vorsitzenden gewählt. Der 43-Jährige hat zwei aktive Töchter in der LG und sperrte sich nicht dagegen, Verantwortung zu übernehmen. Das galt auch für Inge Turck. Sie stellte sich als Kassenwartin zur Wahl. In diesem Amt hätte auch Angelika Schnell weitergemacht – die Ehefrau des Vorsitzenden hatte allerdings angekündigt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten wolle. So wählten die Mitglieder Inge Turck zur neuen Kassenwartin.

Der Name Schnell taucht damit im neuen Vorstand nurmehr einmal auf – allerdings steckt im Vorstand eigentlich zweimal die Familie Schnell. Als Geschäftsführerin wurde Gerhard Schnells Tochter Stephanie im Amt bestätigt. Sie heißt indes inzwischen mit Nachnamen Messing. Im Vorstand mitarbeiten wollen überdies – noch ohne Amt – Rüdiger Rump, Axel Turck, Christina Hesse und Britta Wolf. Zur Jahreshauptversammlung 2015 könnte eine von diesen Personen für Gerhard Schnell offiziell nachrücken. Als Beisitzer der Trägervereine wurden Friedhelm Steinbach (TuS Grünewald), Renate Friedrichs (TV Friesen) und Thorsten Heising (TSG Wehberg) benannt.

Viele Unterschriften auf Helferlisten

Nicht nur im Vorstand drückte derweil zuletzt der Schuh. Auch bei der Organisation von Wettkämpfen – von der Eingabe am Computer bis zum Catering – fehlten zuletzt helfende Hände, dazu wurden auch für die Zeitmessung neue Mitstreiter gesucht. Hanni Riedel, Sportwart der LG, regte hierzu an, Helferlisten auszulegen. So wurde verfahren – und aus alten Altersschichten trugen sich zahlreiche Mitglieder in diese Listen ein. Gerhard Schnell war direkt ergriffen. „Ich kann euch allen nur danken“, stellte der gute Geist der LG, der in seinem Brandbrief gar ein Szenario vom der LG nach mehr als 40 Jahren gezeichnet hatte, fest, „ich bin einfach nur froh, dass der Brief einen so großen Erfolg erzielt hat.“

Wieder Überschneidung mit dem Firmenlauf

Veranstaltungen der LG wird es am Nattenberg in dieser Sommersaison vier geben: Los geht es am 11. Mai mit der Bahneröffnung, der am 15. Juni die Kreismeisterschaft als Ein-Tages-Veranstaltung folgt. Nach den Sommerferien finden zudem das Sommersportfest (31. August) und der Kehraus (27. September) statt. Der geplante Läuferabend fällt wir im Vorjahr aus, weil die Turbo-Schnecken wieder den AOK-Firmenlauf den LG-Termin gelegt haben. Die LG hatte den Läuferabend bis zum 15. November beim Verband melden müssen und hat mit dem Termin somit erneut Pech gehabt.

Kritik am Zustand des Stadions

Schwere Kritik übte Hanni Riedel am Ende der Versammlung am Zustand des Nattenberg-Stadions. „Die Umrandung am Rasen ist kaputt. Das ist richtiggehend gefährlich“, sagte Riedel, „das müsste alles gemacht werden, aber es passiert nichts. Ich habe der Stadt mehrfach davon berichtet – ohne Erfolg.“ So regte Riedel an, dass die LG einen offiziellen Antrag an den Sportauschuss der Stadt stellen solle. Ein Thema, das der neue Vorstand gewiss aufgreifen wird.

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