Handball-Landesliga

HSG meldet sich zurück

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Starke Leistung mit vier Toren garniert: HSG-Spielmacher Marcel Fenner.

Lüdenscheid – Die HSG Lüdenscheid meldet sich mit einem wichtigen Lebenszeichen in der Landesliga zurück: Nach zwei deftigen Auswärtsklatschen entpuppte sich die BGL-Sporthalle wieder als Bergstädter „Heimfestung“: Mit einem verdienten 28:25 (15:12) stoppte die Schnippering-Sieben den fünf Spiele währenden Siegeskurs des bisherigen Tabellenvierten HVE Villigst/Ergste und hält die Abstiegszone auf einer Sechs-Punkte-Distanz.

Dabei waren die Voraussetzungen für die Gastgeber alles andere als optimal: Mit den verletzten Duda, Lukas Weichelt und Kroll sowie Bölling (verhindert) und dem erkrankten Kedzierski fehlte gleich ein Quintett.

Immerhin aber: Mit bandagierten Fingern der Wurfhand lief Toptorjäger Phil Lausen nach seiner Kapselverletzung wieder auf. Und der verschaffte sich bei der HVE-Defensive um Deckungsspezialist Stelzer nach einem 1:3-Rückstand (6.) gleich ordentlich Respekt. Im Verbund mit einem sehr stark auftrumpfenden Abteilungsleiter Beckmann setzte er die zuletzt vermissten Rückraumakzente, dazu griffen die im Training von Co-Trainer Kroll einstudierten Offensiv-Varianten mit Aktionen über die flinken Akteure wie Fenner in die Schnittstellen der Deckung der Mimberg-Sieben. Auch wenn der sonst so treffsichere Plate am Samstag „die Seuche“ an der Wurfhand hatte und auch Hurlbrink vom Kreis wiederholt am wegen einer Daszkiewicz-Augenverletzung früh eingewechselten Rolfsmeyer scheiterte.

Beim 5:5 (Fenner, 10.) hatte die HSG ausgeglichen und dann im engen Duell auf Augenhöhe mit einem ganz starken Kämmerer vor einer guten Deckung immer wieder ein Tor vorgelegt. Der tempostarke Gast, der mit Ausnahme von Koch zunächst über wenig Durchschlagskraft aus dem Rückraum verfügte, aber brandgefährlich über die Flügel (Stolina, Stange) und Kreis (Marquis) war, verlor kurz vor dem Wechsel dank Lüdenscheids Zweitvertretungs-Leihgabe Gruber den Anschluss (15:11).

Als die wiederholt überraschend entscheidenden Unparteiischen Elias /Thamm für viel Platz auf dem Feld sorgten, verkürzten Stolina (2) und Marquis bis kurz nach Wiederbeginn auf 14:15. Die HSG geriet für einige Minuten ins Wanken. Coach Schnippering vermisste die absolute Aggressivität im defensiven Zweikampfverhalten und den ruhigen Spielaufbau. Die Partie schien zugunsten des jungen Gästeteams zu kippen, das beim 18:20 und 19:21 (47.) gar mit zwei Toren in Front zog.

Doch nach vorn gepeitscht von rund 200 Zuschauern und gestützt auf den hervorragenden Kämmerer biss sich die HSG mit großer körperlicher Präsenz zurück in die Partie und brach Stück um Stück den Gästewillen. Vor allem auch weil Hurlbrink und Nitsch (gegen den immer aktiver werdenden Halbrechten Ständker) neben Beckmann im Deckungszentrum wie eine Eins standen. Endlich einmal Plate glich aus (21:21, 49.), bevor nach dem 23:23 Beckmann (2) und Hurlbrink durchsetzungsstark gegen die offensive HVE-Deckung für die Entscheidung sorgten (26:23).

HSG: Kämmerer, Ferizi (n.e.) - Hurlbrink (2), Füller (1), Plate (3), Beckmann (7), Gruber (2), M. Weichelt (n.e.), Lausen (7/2), Lenz, Fenner (4), C. Broscheit (1), Nitsch (1), Kroll (n.e.)

HVE: Daszkiewicz (1.- 4. plus ein Siebenmeter), Rolfsmeyer (ab 4.) - Satnge (7/2), Dommermuth, Koch (4), Licha, Marquis (5), Hollatz, Stolina (5), Mimberg (2/1), Ständker (2), Stelzer

Schiedsrichter: Elias/Thamm (Bergkamen/Hamm)

Zeitstrafen: HSG 6, HVE 6

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